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3. August 2026

2 fantastische Roadtrips zwischen Catania und Palermo

Miete dir ein Auto und verliebe dich in das authentische Sizilien

Touristen, die Sizilien besuchen, unterschätzen oft die Größe dieser größten Insel Italiens. Mehr noch: Sie ist die größte Insel im gesamten Mittelmeer. Dazu kommt, dass die Straßen im bergigen Sizilien oft kurvenreich sind, und du wirst verstehen, dass du für dieselbe Strecke viel länger brauchst, als du es vielleicht von zu Hause gewohnt bist.

Mietwagen One-Way Catania–Palermo
Der Strand und das Kap von San Vito Lo Capo im Nordwesten Siziliens. (Foto: https://unsplash.com/@luizcent)

Wenn du in einem Urlaub so viel wie möglich von dieser wunderschönen Insel sehen willst, ist die Anmietung eines Autos für eine sogenannte Einwegmiete die ideale Lösung. Dann steigst du zum Beispiel am Flughafen Catania in den reservierten Mietwagen ein und gibst ihn am Flughafen von Palermo wieder ab – oder natürlich auch umgekehrt. Oder am Flughafen Trapani an der Westküste. So musst du nicht zum Ausgangspunkt zurückfahren und holst das Beste aus deinem Urlaub heraus.

Im Folgenden beschreiben wir zwei Routen zwischen diesen beiden Städten: eine relativ kurze entlang der Nordküste (mit Abstechern) und eine längere durch das Landesinnere sowie entlang der Süd- und Westküste. Das sind nur Beispiele – natürlich entscheidest du ganz allein, wie du zwischen Catania und Palermo reist, aber denk daran, dass ein Mietwagen für so eine „Einwegfahrt“ ganz einfach zu organisieren ist. Du gibst in unserem Suchformular zwei verschiedene Orte ein: wo du den Mietwagen abholen und wo du ihn zurückgeben möchtest, und wir zeigen dir nur die Mietwagen an, bei denen diese Kombination möglich ist.

Möchtest du noch mehr Ideen für Roadtrips auf dieser unglaublich schönen Insel? Dann lies unseren Blog „3 schöne Roadtrips auf Sizilien mit einem Mietwagen“.

1. Von Palermo nach Catania über den Nordosten

Die Sizilianer haben damit kein Problem, aber wir raten dir davon ab, mit einem Mietwagen durch solche engen Gassen zu fahren.
Die Sizilianer haben damit kein Problem, aber wir raten dir davon ab, mit einem Mietwagen durch solche engen Gassen zu fahren. (Foto: https://unsplash.com/@mtuzon)

Eigentlich lautet die erste Frage, wenn du von Palermo nach Catania fahren willst: Stehst du auf Haarnadelkurven oder nicht? Wenn deine Antwort „Ja“ lautet, kommst du im Norden und Nordosten Siziliens voll auf deine Kosten. Es gibt verschiedene Routen, von denen wir hier nur einige beschreiben. Die Straße direkt entlang der Küste ist zwar auch nicht kurvenfrei, aber die Kurven sind weniger scharf und der Blick auf das Mittelmeer ist phänomenal. Am schönsten ist die Kombination: an der Küste entlangfahren und regelmäßig einen Abstecher durch die Berge im Landesinneren machen.

Lungomare Cefalù, Sizilien.
Blick auf Cefalù an der Nordküste Siziliens.

Von Palermo aus fährst du über die Autobahn in einer Stunde nach Cefalù, aber viel schöner ist die SS113, die direkt an der Nordküste entlangführt. Die Fahrt dauert dann zwar doppelt so lange (wenn du nirgendwo anhältst), aber du hast von deinem Mietwagen aus fast ständig einen Blick auf das Mittelmeer. Kurz bevor du Cefalù erreichst, gibt es einen herrlichen Aussichtspunkt auf diesen Badeort (siehe Foto oben). Cefalù ist ein bezauberndes Städtchen mit mittelalterlichen Gassen, einer normannischen Kathedrale und wunderschönen Stränden.

Hier hast du die Möglichkeit, von der Küstenstraße abzubiegen und mit deinem Mietwagen über die kurvigen Straßen des Parco delle Madonie zu fahren. Atemberaubende Natur mit hohen Berggipfeln, abwechselnd mit mittelalterlichen Dörfern und Städtchen. Sei aber vorsichtig, denn vor allem auf kleineren Straßen kann der Straßenbelag zu wünschen übrig lassen.

Petralia Soprana ist das höchstgelegene Dorf im Parco delle Madonie auf Sizilien.
Petralia Soprana ist das höchstgelegene Dorf im Parco delle Madonie auf Sizilien.

Zurück an der Küste hast du weiter vorne die Wahl zwischen vielen Routen nach Catania. Die erste ist die SS289, die sich durch das Nebrodi-Gebirge in Richtung Ätna schlängelt. Diese Straße ist bei Motorradfahrern und Rennradfahrern beliebt, also pass auf Raser auf. In den Bergen kannst du auf Nebenstraßen abbiegen, um durch die dichten Wälder zu Wasserfällen und beeindruckenden Felsformationen zu wandern.

Der Strand zwischen Taormina und Isola Bella an der Ostküste Siziliens.
Der Strand zwischen Taormina und Isola Bella an der Ostküste Siziliens. (Foto: https://unsplash.com/@yamiable)

Etwas weiter sind die SS116 und die SS185 (zum malerischen Dorf Novara di Sicilia) ebenfalls herrliche Serpentinenstraßen durch die Berge im Nordosten Siziliens. Wenn du Zeit hast, würden wir sagen: Fahr sie alle. Bist du kein Fan von Haarnadelkurven? Dann folge der Küstenstraße weiter bis nach Messina und fahr über die mautpflichtige A18 oder die SS114 durch die Badeorte Giardini Naxos und Taormina nach Catania. Im beeindruckenden Amphitheater von Taormina finden oft Aufführungen statt. Die sind sehr beliebt, daher solltest du am besten im Voraus reservieren.

Den tiefer gelegenen Silvestri-Krater des Ätna kannst du ganz einfach mit einem Mietwagen erreichen.
Den tiefer gelegenen Silvestri-Krater des Ätna kannst du ganz einfach mit einem Mietwagen erreichen. (Foto: https://unsplash.com/@sandercrombach)

Du fährst dann am Vulkan Ätna entlang, den du bis zum Rifugio Sapienza hinauffahren kannst, wo dich eine Seilbahn weiter nach oben bringt.

2. Von Catania nach Palermo (oder Trapani)

Die Piazza del Duomo in Catania, Sizilien.
Die Piazza del Duomo in Catania, Sizilien. (Foto: https://unsplash.com/@samirkharrat)

Entscheidungen, Entscheidungen, Entscheidungen. Vor denen stehst du eigentlich immer, wenn du in Sizilien mit einem Mietwagen unterwegs bist. Wohin soll man denn jetzt fahren? Es gibt so viel zu sehen und zu erleben! Das gilt auch für die Strecke von Catania nach Palermo (oder Trapani). Wenn du zuerst in den Südosten der Insel fährst, kannst du dir die wunderschöne Altstadt von Syrakus auf der kleinen Insel Ortigia ansehen, das stimmungsvolle Städtchen Noto besuchen und über die spektakuläre SP58 ins malerische Ragusa fahren.

Südlich von Noto findest du einen der schönsten Strände Siziliens: Spiaggia di Calamosche. Dieser Strand liegt im Naturschutzgebiet Vendicari, daher gibt es dort keine Hotels oder andere Einrichtungen. Für den Zugang zu diesem Naturschutzgebiet und das Parken deines Mietwagens musst du bezahlen. Vom Parkplatz aus sind es etwa zehn Minuten zu Fuß zum Strand.

Du kannst auch direkt von Catania aus nach Westen fahren und das historische Städtchen Enna besuchen, das wie eine uneinnehmbare Festung hoch auf einem steilen Berg thront. Die Kathedrale ist bei weitem nicht die einzige Kirche im Gewirr der Gassen von Enna – an fast jeder Ecke steht eine andere kleine alte Kirche. Das Castello di Lombardia ist eine der beeindruckendsten mittelalterlichen Burgen Siziliens, und vom Torre Pisana aus hast du einen Panoramablick über die Umgebung.

Der Junotempel bei Agrigent auf Sizilien.
Der Junotempel bei Agrigent auf Sizilien. (Foto: https://unsplash.com/@clovegrove7)

Fahre dann über die alten Städtchen Caltanissetta und Canicattì nach Agrigento. Die größte Attraktion dieser Stadt ist das Valle dei Templi, ein weitläufiges Gebiet mit beeindruckenden Ruinen griechischer Tempel und Überresten der Stadt Akragas, wie Agrigento in der Antike hieß.

In der Umgebung gibt es spektakuläre Strände, darunter die berühmte „Scala dei Turchi“ (Türkische Treppe), eine natürliche, strahlend weiße Kalksteinformation bei Realmonte. Dort ist es allerdings oft ziemlich voll. Ebenfalls schön – und viel weniger besucht – sind die Strände weiter westlich: Heraclea Minoa und Capo Bianco.

Felsformationen im Naturschutzgebiet Monte Genuardo auf Sizilien.
Felsformationen im Naturschutzgebiet Monte Genuardo auf Sizilien.

Kannst du von Fahrten über kurvige Straßen gar nicht genug bekommen? Dann fahr nicht an der Küste entlang, sondern durch die Berge der Monti Sicani und den Monte Genuardo zum farbenfrohen Fischerdorf Sciacca. Die mittelalterliche Altstadt ist von Stadtmauern umgeben, und drei alte Tore sind noch intakt. In der Umgebung kannst du in einer der thermischen Schwefelquellen baden.

Die Piazza della Repubblica in der Altstadt von Mazara.
Die Piazza della Repubblica in der Altstadt von Mazara.

Wieder einmal stehst du hier vor einer Entscheidung: entweder direkt durch das Landesinnere nach Palermo fahren oder über die abwechslungsreiche Westküste Siziliens. Wenn du dich für Letzteres entscheidest, mach doch einen Zwischenstopp im weitläufigen archäologischen Park von Selinunte und in der wunderschönen Stadt Mazara del Vallo, wo in den engen Gassen der arabische Einfluss deutlich zu erkennen ist.

Auch in der Stadt Marsala an der Westküste haben die Mauren ihre Spuren hinterlassen, schon allein im Namen, denn dieser leitet sich vom arabischen „Marsa Allah“ (Hafen Allahs) ab. Auch Marsala hat ein wunderschönes historisches Zentrum und ist außerdem für die gleichnamigen Dessertweine bekannt.

Eine traditionelle Windmühle mitten in den Salzpfannen bei Trapani im Westen Siziliens.
Eine traditionelle Windmühle mitten in den Salzpfannen bei Trapani im Westen Siziliens. (Foto: https://unsplash.com/@nattyflo)

Auf halbem Weg zwischen Marsala und Trapani liegt der Flughafen, der vor allem von Ryanair genutzt wird, inmitten weitläufiger Salzpfannen. Hier wird nicht nur Salz gewonnen, es ist auch ein Naturschutzgebiet, in dem sich Vögel, darunter Flamingos, zu Hause fühlen. Etwas östlich von Trapani liegt die wunderschöne mittelalterliche Festungsstadt Erice. Von der Stadt aus genießt du spektakuläre Ausblicke – und das schon auf der kurvenreichen Straße dorthin. Oder du entscheidest dich für die Seilbahn von Trapani nach Erice. Ganz in der Nähe des Startpunkts kannst du den Mietwagen auf einem großen Parkplatz abstellen.

Weiter nördlich gelangst du zu dem Strand, den viele als den schönsten Siziliens betrachten: San Vito Lo Capo. Dort ist es in den Sommermonaten besonders voll, aber du kannst mit deinem Mietwagen zu Alternativen in der Nähe fahren. Zum Beispiel zu einer der sieben versteckten Buchten an der Küste des Naturschutzgebiets Zingaro. Dorthin musst du allerdings zu Fuß gehen, denn mit deinem Mietwagen darfst du das Naturschutzgebiet nicht befahren. Der Strand, der dem nördlichen Eingang am nächsten liegt, ist Cala Tonnarella dell’Uzzo (zehn Minuten zu Fuß); vom südlichen Eingang aus bist du in einer Viertelstunde bei Cala Capreria. Für Naturliebhaber sind die Wanderwege durch dieses Naturschutzgebiet ein absolutes Muss.

Die Felsen am Strand von Scopello, westlich von Palermo.
Die Felsen am Strand von Scopello, westlich von Palermo. (Foto: https://unsplash.com/@nattyflo)

Mach auf dem Weg zum Flughafen der sizilianischen Hauptstadt oder nach Palermo selbst einen Zwischenstopp in Castellammare del Golfo. Die Stadt hat schöne Sehenswürdigkeiten wie das Castello a mare aus dem 14. Jahrhundert zu bieten. Außerdem findest du langgestreckte Sandstrände entlang der Bucht östlich der Stadt bis nach Balestrate.

Von Balestrate aus fährst du über die SS186 durch die Berge zum Dorf Monreale. Unterwegs hast du einen schönen Blick auf die Bucht und von Monreale aus kannst du ganz Palermo überblicken. Folge in Monreale den Schildern mit der Aufschrift „parcheggio“ und du gelangst zu einem großen Parkplatz an der Via Ignazio Florio.

Zona a Traffico Limitato (ZTL) auf Sizilien

In vielen historischen Zentren italienischer Städte und Dörfer gelten Fahrbeschränkungen. Nur Autos mit einer Genehmigung dürfen dort hineinfahren, aber manchmal gilt diese Beschränkung nur zu bestimmten Zeiten. Die Website „Accessibilità Centri Storici“ bietet eine aktuelle Übersicht darüber, wo und wann du fahren darfst und wo nicht, einschließlich Tipps zum Parken deines Mietwagens in der Nähe dieser Umweltzonen. Achte darauf, dass du niemals an dem Schild mit der Aufschrift „Zona a Traffico Limitato“ vorbeifährst, wenn die Beschränkungen gelten, denn direkt dahinter befinden sich Kameras und die Bußgelder sind hoch.

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