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3. August 2026

Mit einem Mietwagen in Island unterwegs

Welches Auto mieten, Parkgebühren, Maut und Tankstellen

Kannst du mit deinem eigenen Auto nach Island fahren? Ja, das geht, allerdings musst du dafür eine lange Überfahrt mit der Fähre von Hirtshals in Dänemark aus machen. Diese Überfahrt dauert 3 Nächte und ist nur für Leute geeignet, die reichlich Zeit haben. Der Vorteil ist allerdings, dass du einen Zwischenstopp auf den Färöern einlegen kannst. Aber wenn du mit der Fähre nach Island gereist bist, musst du auch wieder mit derselben Fähre zurückfahren, sodass du allein für die Hin- und Rückreise schon eine Woche verlierst.

Kannst du dir schon vorstellen, auf dieser spektakulären Straße entlang des Eystrahorn im Südosten Islands zu fahren?
Kannst du dir schon vorstellen, auf dieser spektakulären Straße entlang des Eystrahorn im Südosten Islands zu fahren?

Für die meisten Leute ist es daher die beste Option, für einen Urlaub in Island ein Auto zu mieten. Das ist mit Abstand die beste Art, alles zu genießen, was das Land zu bieten hat. Es gibt allerdings ein paar Dinge, die besondere Aufmerksamkeit erfordern. In diesem Blog erklären wir dir alles über die Straßen in Island, wo du Maut zahlen musst, wo du für das Parken bezahlen musst und wie dieser eine einspurige Tunnel funktioniert. So bist du gut vorbereitet, wenn du dir für deinen Urlaub in Island ein Auto gemietet hast.

Welches Auto in Island mieten: Allrad oder nicht?

Oft wird behauptet, dass man für Island einen Geländewagen mieten muss. Das ist bei weitem nicht immer notwendig und hängt ganz davon ab, wo und wann du fährst. Die Straßen rund um die Hauptstadt Reykjavík sind gut asphaltiert, und auch die über 1.300 Kilometer lange Küstenumgehung lässt sich mit einem normalen Mietwagen problemlos befahren. Wenn du im Sommer nach Island fährst und nur auf diesen Straßen unterwegs bist, brauchst du wirklich keinen Geländewagen zu mieten.

Anders sieht es aus, wenn du auf den sogenannten F-Straßen fährst. Das sind Schotterstraßen, die ins Landesinnere führen, und dort ist es sogar verboten, mit einem normalen Mietwagen zu fahren – dafür brauchst du tatsächlich einen Geländewagen. Übrigens sind diese Straßen den größten Teil des Jahres gesperrt. Nach dem ersten Schneefall im Herbst werden die F-Straßen gesperrt und erst im Mai, Juni oder sogar Juli wieder freigegeben. Während dieser Wintermonate in Island ist es auch auf anderen Straßen ganz praktisch, wenn du einen Geländewagen gemietet hast. Die Straßen sind dann oft rutschig durch Schnee oder Glatteis, und mit so einem Auto hast du etwas mehr Grip.

Mietwagen in Island: Vorsicht vor Schotter und hochspritzenden Steinen

Wie oben bereits beschrieben: Auf F-Straßen darfst du nur mit einem Allradfahrzeug fahren – und das auch nur, wenn die Straße geöffnet ist. Das heißt aber nicht, dass du nie auf eine Schotterstraße stößt, wenn du mit deinem normalen Mietwagen in Island unterwegs bist. So sind viele Straßen in abgelegenen Gebieten und manche Zufahrtsstraßen zu Sehenswürdigkeiten unbefestigt. Du darfst dort zwar mit deinem Mietwagen fahren, solltest aber deine Geschwindigkeit anpassen. Sogar Teile der Ringstraße 1 bestehen aus Schotter, vor allem im Südosten des Landes. Denk außerdem daran, dass die Straßen in Island stark unter dem Winterklima leiden und eventuelle Schäden nicht immer sofort repariert werden können.

Wenn du in Island ein Auto gemietet hast, musst du beim Fahren ständig auf sich plötzlich ändernde Bedingungen achten. Denk zum Beispiel an eine asphaltierte Straße, die plötzlich in Schotter übergeht. Oder an eine gut befestigte Straße, auf der sich Steinschlag angesammelt hat. Fahre in solchen Fällen immer vorsichtig, denn hochspritzende Steinchen können nicht nur andere Autos treffen, sondern auch Schäden am Unterboden deines Mietwagens verursachen. Wenn sich ein schwerer Lkw von der Gegenfahrbahn nähert, bremse ab und lenke das Auto so weit wie möglich nach rechts. Noch etwas, worauf du achten musst, wenn du mit einem Mietwagen auf isländischen Straßen unterwegs bist: frei herumlaufende Tiere wie Schafe oder Pferde.

Möchtest du genau sehen, wie die Bedingungen auf den isländischen Straßen sind? Dafür gibt es ein besonders praktisches Hilfsmittel: Die Website „umferdin“ (Verkehr) bietet eine übersichtliche Karte des Landes mit Informationen zu allen Straßen. Du kannst auch einen bestimmten Teil Islands heranzoomen. Außerdem liefert die Website Informationen zum Wetter, zum Verkehrsaufkommen an bestimmten Punkten und zu Straßenbauarbeiten.

Ein Auto in Island mieten: Achte auf das Wetter

Wir haben bereits erwähnt, dass du in Island immer mit unerwarteten Umständen rechnen musst. Das gilt auch für das Wetter. In Island kannst du wirklich alle vier Jahreszeiten an nur einem Tag erleben. Wenn morgens die Sonne scheint, ist das keine Garantie dafür, dass es den ganzen Tag sonnig und trocken bleibt. Schau dir immer die Wettervorhersage an, bevor du losfährst – auch im Sommer! Die oben erwähnte Website liefert zwar Informationen zum Wetter, aber nur aktuelle Daten, keine Vorhersage. Dafür nutzt du die App (Google Play / App Store) des isländischen Wetterdienstes. Solltest du trotzdem von schlechten Wetterbedingungen überrascht werden, zögere nicht, deine Reise zu unterbrechen und eine Unterkunft zu suchen.

Wenn du in Island ein Auto mietest, bietet der örtliche Vermieter manchmal eine Versicherung „gegen Schäden durch vom Wind weggewehte Autotüren“ an. Du kannst darüber vielleicht schmunzeln, aber Tatsache ist, dass es in Island ziemlich windig sein kann. Vor allem in den Wintermonaten sind heftige Windböen berüchtigt. Halte die Tür daher beim Ein- und Aussteigen immer gut fest. Dann brauchst du so eine Versicherung nicht.

Immer reichlich Kraftstoff in deinem Mietwagen

In Reykjavik und Umgebung sowie in den Städten und Dörfern gibt es genügend Tankstellen. Wenn du aber längere Touren mit deinem Mietwagen unternimmst, denk daran, dass Tankstellen weit voneinander entfernt sein können. Die Faustregel lautet: Je weiter weg von der isländischen Hauptstadt, desto größer der Abstand zwischen den Tankstellen. Verlasse dich dabei nicht blind auf Straßenkarten oder elektronische Navigation, denn du wärst nicht der Erste, der feststellt, dass eine auf der Karte eingezeichnete Tankstelle inzwischen geschlossen wurde.

Übrigens stehen entlang vieler Hauptstraßen in Island Schilder, auf denen die Entfernung zur nächsten Tankstelle angegeben ist.

Parken deines Mietwagens in Island

Bis vor nicht allzu langer Zeit konnte man an vielen Orten in Island kostenlos parken, aber das ändert sich gerade. Dass du im Zentrum von Reykjavik für das Parken deines Mietwagens bezahlen musst, wird dich sicher nicht überraschen. Das gilt aber auch für andere Städte, wie zum Beispiel Akureyri. Bei immer mehr Sehenswürdigkeiten ist das Parken längst nicht mehr immer kostenlos. Wenn du mit deinem Mietwagen unter anderem zum Thingvellir-Nationalpark oder zum Wasserfall Seljalandsfoss fährst, wirst du feststellen, dass du dort für das Parken bezahlen musst. Es ist zu erwarten, dass dies in den kommenden Jahren bei immer mehr beliebten Sehenswürdigkeiten in Island zur Regel wird.

Meistens kannst du bar oder mit Kreditkarte bezahlen. Es gibt auch eine isländische App zum Bezahlen von Parkgebühren, „Parka“, die jedoch recht gemischte Bewertungen erhält.

Mietwagen in Island: Wie bezahlst du die Maut?

In Island gibt es keine mautpflichtigen Straßen, aber einen Mauttunnel. Wenn du im Norden der Ringstraße 1 folgst, fährst du bei Akureyri durch diesen Vaðlaheiðargöng. Es gibt keine Mautschranken, du kannst im Voraus oder nachträglich (innerhalb von 24 Stunden) über die Website veggjald bezahlen. Vergiss das nicht, denn sonst bekommt die Autovermietung die Rechnung für die Maut plus eine Strafe und du musst zusätzlich Bearbeitungsgebühren zahlen.

Auf manchen Websites steht, dass du für den Hvalfjarðargöng (Wal-Fjord-Tunnel) in Reykjavik zahlen musst. Diese Maut wurde bereits 2018 abgeschafft.

Ein Tunnel mit nur einer Fahrspur… Hilfe!

Der eine Mietwagenfahrer in Island findet das eine lustige Herausforderung, dem anderen bricht der kalte Schweiß aus: ein Tunnel mit nur einer Fahrspur. Also nicht pro Fahrtrichtung, sondern für beide Richtungen! Ja, den gibt es in Island: im Nordwesten, zwischen Ísafjörður und Önundarfjörður. Auf zwei Dritteln dieses Westfjord-Tunnels gibt es sogar eine T-Kreuzung zum Fischerdorf Suðureyri.

In Richtung Ísafjörður darfst du im Tunnel immer durchfahren, aber in die andere Richtung musst du gut auf den Gegenverkehr achten und in eine Ausbuchtung einbiegen, um die anderen Fahrzeuge vorbeizulassen. Die Kunst besteht darin, gut einzuschätzen, wann du den Mietwagen in eine solche Ausbuchtung lenken musst. Machst du es zu früh, nervt das den hinter dir fahrenden Verkehr; machst du es zu spät, hupt der Gegenverkehr und du musst rückwärts in die Ausbuchtung einlenken. Am besten fährst du hinter einem anderen Auto her und hoffst, dass der Fahrer nicht auch ein Tourist ist…

Übrigens ist der gut 2 Kilometer lange Tunnelabschnitt von Ísafjörður bis zur T-Kreuzung ganz normal zweispurig; ab dieser Kreuzung wird der Tunnel einspurig – und das über 4 Kilometer.

Winterreifen bei der Autovermietung in Island

Es wird dich nicht überraschen, dass im Winter Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, Schneefall und Glatteis in Island häufig vorkommen. Unter diesen winterlichen Bedingungen sind Winterreifen zwischen dem 1. November und dem 15. April Pflicht. Diese sind dann auch standardmäßig an deinem Mietwagen montiert. Überprüfe aber, ob die Winterreifen im Preis des Mietwagens enthalten sind. Das ist oft der Fall, aber nicht immer. Achte also gut darauf, wenn du im Winter in Island ein Auto mietest. In unserem Suchsystem kannst du die Option „Winterreifen“ ankreuzen. Dann werden dir nur Mietwagen angezeigt, bei denen die Winterreifen im Preis inbegriffen sind.

Urlaub in Island: Auto mieten oder nicht?

In Island gibt es zwar öffentliche Verkehrsmittel, aber die Fahrpläne sind sehr begrenzt. Außerdem verbinden die Busse nur Städte und Dörfer miteinander und fahren daher nicht zu den Naturattraktionen, wegen denen du ja gerade nach Island reist. Zu diesen Sehenswürdigkeiten werden zwar Ausflüge organisiert, aber dann bist du wiederum wenig flexibel.

Kurz gesagt: Die beste Art, Island zu erkunden, ist, ein Auto zu mieten und selbst zu fahren. So genießt du die unbeschreibliche Natur am besten: Krater, Vulkane, Lava, heiße Quellen, Wasserfälle, Fjorde, Berge, Gletscher, (Eis-)Höhlen und Grotten. Bewundere die Unberührtheit der sich ständig verändernden Landschaften und die fantastischen Ausblicke. Mit einem Mietwagen erlebst du Island wirklich hautnah und kannst deine Route ganz nach deinen Wünschen gestalten.

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