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3. August 2026

Von Johannesburg zu steilen Felsen, tiefen Schluchten und wilden Tieren

Ein Auto in Johannesburg mieten, um die schönsten Panoramablicke zu genießen

Südafrika ist ein sehr vielseitiges Land und steht bei vielen Leuten ganz oben auf der Liste der Urlaubsziele. Atemberaubende Landschaften, Begegnungen mit Wildtieren und leckeres Essen sind die Zutaten für einen perfekten Urlaub. Johannesburg ist die größte Stadt Südafrikas und das Tor zu den Wildparks und der natürlichen Schönheit im Osten des Landes. Die Stadt ist ein toller Ausgangspunkt, um mit einem Mietwagen auf Entdeckungstour zu gehen.

Der Blyde River Canyon ist einer der Höhepunkte, wenn du mit einem Mietwagen die Panoramaroute entlangfährst.
Der Blyde River Canyon ist einer der Höhepunkte, wenn du mit einem Mietwagen die Panoramaroute entlangfährst. (Foto: https://unsplash.com/@matthiasmullie)

Im Folgenden beschreiben wir Roadtrips mit einem Mietwagen durch den Osten Südafrikas. Zu den Höhepunkten zählen die Panoramaroute, der Blyde-River-Canyon, die Drakensberge und natürlich der Krüger-Nationalpark. Diese Routen kannst du in etwa zwei Wochen zurücklegen. Hast du mehr Zeit? Dann lies dir unsere Tipps für eine längere Reise an die Südküste und entlang der Küste durch.

Johannesburg

Oft brauchst du in einer Großstadt keinen Mietwagen, aber Johannesburg ist da eine Ausnahme. Es gibt zwar einen Zug, den Gautrain, aber der verbindet nur wenige Orte, und der übrige öffentliche Nahverkehr lässt zu wünschen übrig. Die beste Art, Johannesburg selbst und die Umgebung zu erkunden, ist ein Mietwagen.

Die Skyline von Johannesburg.
Die Skyline von Johannesburg. (Foto: https://unsplash.com/@bullterriere)

Jedes Viertel in dieser Stadt hat seinen eigenen Stil und seine eigene Identität, je nachdem, welche Nationalität dort vorherrscht. So fühlt es sich in manchen Vierteln an, als wäre man in Kamerun oder Nigeria, in anderen Vierteln ist die Atmosphäre unverkennbar äthiopisch oder sudanesisch. Das größte und bekannteste schwarze Viertel von Johannesburg ist Soweto, die Abkürzung für „South Western Township“. Es war ein Ort des heftigen Widerstands gegen die Apartheid, die bis in die 1990er Jahre in Südafrika herrschte. Heute ist dieses Township eine Touristenattraktion.

Die Apartheid ist zwar abgeschafft, aber es gibt ein Gebäude, in dem es noch getrennte Eingänge für „Weiße“ und „Nicht-Weiße“ gibt: das Apartheid-Museum in Johannesburg. Auf deiner Eintrittskarte steht, welchen Eingang du benutzen musst. So wirst du direkt damit konfrontiert. Drinnen gibt es eine beeindruckende Ausstellung mit Fotos, Filmen und Videos über die Auswirkungen der Apartheid auf den Alltag.

Der Eingang zum Apartheid-Museum in Johannesburg.
Der Eingang zum Apartheid-Museum in Johannesburg. (Foto: https://unsplash.com/@francoismaans)

Newtown ist das pulsierende kulturelle Herz von Johannesburg. Von Norden aus fährst du mit einem Mietwagen über die Nelson-Mandela-Brücke dorthin. In den ehemaligen Obst- und Gemüsehallen befindet sich heute das Museum Africa, wo du mehr über die Rolle verschiedener Bevölkerungsgruppen in der Geschichte Südafrikas erfährst. Ganz in der Nähe werden Kinder im Sci-Bono Discovery Centre jede Menge Spaß haben.

Sterkfontein-Höhlen

Bevor du Richtung Osten fährst, kannst du ganz in der Nähe von Johannesburg interessante Sehenswürdigkeiten besuchen. So liegen beispielsweise nordwestlich der Stadt die Sterkfontein-Höhlen. Führungen werden von Studenten und Mitarbeitern der Wits-Universität angeboten, und wir empfehlen dir, diese im Voraus zu buchen oder dich telefonisch nach freien Plätzen zu erkundigen.

Hier steigst du nicht nur hinab in weitläufige unterirdische Gänge und Kammern mit beeindruckenden Kalksteinformationen, sondern auch zu den Ursprüngen der Menschheit. In diesen Höhlen voller geheimnisvoller Spalten wurden wertvolle fossile Überreste gefunden, darunter Schädel des Australopithecus africanus, eines der ersten Menschenaffen, der aufrecht ging.

Die Führung durch die Höhlen führt über steile, manchmal rutschige Treppen und durch enge Durchgänge. Für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder unter Platzangst leiden, ist diese Führung nicht zu empfehlen.

Das Besucherzentrum in Maropeng sieht aus wie ein Grabhügel.
Das Besucherzentrum in Maropeng sieht aus wie ein Grabhügel. (Foto: https://www.pexels.com/@koi-n-pitch/)

Cradle of Humankind

Die Höhlen von Sterkfontein sind Teil eines größeren Gebiets, das in seiner Gesamtheit „Cradle of Humankind“ (Wiege der Menschheit) genannt wird. Das Besucherzentrum in Maropeng wirkt von außen recht klein – eine mit Gras bewachsene Kuppel, die an alte Grabhügel erinnert –, aber lass dich davon nicht täuschen. Es ist ein sehr umfangreiches und äußerst interessantes Museum mit verschiedenen interaktiven Ausstellungen, die auch Kinder ansprechen werden. Sobald du drinnen bist, beginnt der Rundgang mit einer Bootsfahrt durch einen nachgebildeten unterirdischen Fluss, bevor du den Ausstellungsraum betrittst. Hier behandeln die Exponate Fragen dazu, wie sich unser Gehirn entwickelt hat, woher die Sprache stammt, wann wir zum ersten Mal Feuer genutzt haben und welche Risiken für uns als Spezies in der Zukunft bestehen.

Schau am Ausgang noch einmal zurück, und du siehst, dass der Grabhügel in ein futuristisches Gebäude aus Glas und Stahl verwandelt wurde, das symbolisiert, wie weit wir als Menschheit gekommen sind. Von der Rückseite des Gebäudes aus hast du einen herrlichen Blick über die sanften Hügel in Richtung der Magaliesberg-Bergkette.

Magaliesberg

Der Magaliesberg hat tiefe Schluchten und klare Wasserfälle und ist ein beliebtes Wochenendziel für die Einwohner von Johannesburg. Dort kannst du wunderschöne Wanderungen unternehmen, Mountainbike fahren und reiten. Die steilen Schluchten bieten zudem hervorragende Möglichkeiten zum Klettern. Zwischen den Gebirgszügen Magaliesberg und Witwatersberg liegt ein Stausee, und der Harties-Damm ist eine Attraktion für sich. Dieser Damm wurde vor über einem Jahrhundert erbaut und besticht durch seine besondere Architektur. Die Zufahrtsstraße führt durch einen Triumphbogen, der vom berühmten Arc de Triomphe in Paris inspiriert ist.

Der Harties-Damm mit dem „Arc de Triomphe“.
Der Harties-Damm mit dem „Arc de Triomphe“.

Nicht weit von diesem Damm entfernt gibt es eine Seilbahn zum höchsten Punkt des Magaliesbergs, 1852 Meter über dem Meeresspiegel. Diese Höhe ist übrigens relativ gesehen, denn das umliegende Hoogeveld liegt etwa 1500 Meter über dem Meeresspiegel. Du kannst eine Fahrt in einer geschlossenen Kabine oder in einem offenen Zweisitzer-Sessellift machen. Letzterer ist definitiv nichts für Leute mit Höhenangst. Die Aussicht ist schon unterwegs fantastisch, aber ganz besonders, wenn du oben angekommen bist. Dort kannst du hoch über dem Boden klettern und dich an Seilen entlangschwingen, aber wenn du lieber festen Boden unter den Füßen hast, gibt es einen schönen Rundweg – den „Dassie Loop“ – mit unglaublichen Ausblicken.

Panorama-Route

Wasserfall bei Graskop
(Foto: https://unsplash.com/@ipics_sa)

Bevor du in den Krüger-Nationalpark fährst, ist die Panorama-Route ein absolutes Muss, wenn du in Südafrika ein Auto gemietet hast. Nimm dir für diesen Roadtrip reichlich Zeit. Du kannst die 180 Kilometer lange Strecke zwar an einem Tag zurücklegen, aber dann verpasst du viel. Nimm dir mindestens zwei, besser noch drei Tage Zeit dafür, damit du die Sehenswürdigkeiten in vollen Zügen und ganz in Ruhe genießen kannst. Vergiss nicht, Bargeld mitzunehmen, denn an manchen Haltestellen kannst du nicht mit Kreditkarte bezahlen.

Von Johannesburg aus fährst du zunächst auf der N12 Richtung eMalahleni (Witbank) und dann über die N4 nach Mbombela (Nelspruit). Von Pretoria aus kannst du direkt auf die Autobahn N4 fahren. Der erste Abschnitt dieser Strecke ist nicht besonders spektakulär, aber ab Emgwenya am Rande der Drakensberge wird es schön, vor allem, wenn du etwas weiter vorne auf die R539 abbiegst.

Sudwala-Höhlen

Das „schreiende Monster“ in den Höhlen von Sudwala.
Das „schreiende Monster“ in den Höhlen von Sudwala.

Du fährst dann in Richtung der Sudwala-Höhlen. Um dorthin zu gelangen, fährst du geradeaus weiter, während die offizielle Panoramaroute nach rechts abbiegt. Es gibt Schilder, die aber wegen der Vegetation manchmal schwer zu erkennen sind. In diesen Höhlen kannst du eine kurze, etwa einstündige Tour machen, bei der du unter anderem das „Screaming Monster“ siehst, eine kolossale, 180 Millionen Jahre alte Säule, die durch das Zusammenwachsen von Stalaktit und Stalagmiten entstanden ist. Bei der spannenden, längeren Tour von vier Stunden kriechst du durch enge Tunnel und schlammiges Wasser bis zur atemberaubenden „Crystal Chamber“. Für einen unvergesslichen Adrenalinkick kannst du dich direkt hinter den Höhlen hoch über einem wunderschönen, grünen Tal seilrutschen.

Sabie-Wasserfälle

Die Forest Falls bei Sabie in Südafrika.
Die Forest Falls bei Sabie in Südafrika. (Foto: https://www.pexels.com/@futuredk/)

Weiter nördlich kommst du zum kleinen Ort Sabie. Neben dem Tourismus ist hier die Forstwirtschaft eine wichtige Einnahmequelle. Das Dorf ist daher von einem der größten künstlich angelegten Wälder der Welt umgeben. Und von wunderschönen Wasserfällen! Im Dorf selbst gibt es bereits die Sabie River Falls, und zehn Kilometer westlich findest du die beliebten, siebzig Meter hohen Lone Creek Falls. Die Meinungen dazu gehen auseinander, denn dieser Wasserfall ist eingezäunt und man kann daher nicht ganz nah herankommen. Der Weg dorthin führt durch dichten Wald und ist ordentlich befestigt, aber abenteuerlich ist das nun auch wieder nicht. Zu den Bridal Veil Falls musst du einem unbefestigten Pfad durch dichten Wald folgen und kannst dich im Wasserbecken am Fuße des Wasserfalls herrlich abkühlen. Ein Weg führt hinauf zu den Glyniss Falls und einem dritten, kleineren Wasserfall. Hier brauchst du allerdings gutes Wanderschuhwerk.

Weitere Wasserfälle in der Nähe von Sabie sind die Maria Shires Falls, die Horse Shoe Falls und die breiten Forest Falls. Manche Wasserfälle sind nur über schlecht gepflegte Straßen erreichbar, aber das gilt nicht für die Mac Mac Falls, direkt vor dem Dorf Graskop. Zu diesem Doppelwasserfall sind es vom Parkplatz an der R532 fünf Minuten zu Fuß. Für alle Wasserfälle gilt: Nach einer Zeit mit reichlich Niederschlag sehen sie am schönsten aus.

Graskop-Schlucht

Die Hängebrücke über die Schlucht bei Graskop in Südafrika.
Die Hängebrücke über die Schlucht bei Graskop in Südafrika. (Foto: https://www.pexels.com/@magda-ehlers-pexels/)

Wolltest du schon immer mal durch eine schöne Schlucht wandern, scheust du aber das fast unvermeidliche Klettern und Kraxeln? Dann ist der Graskop Gorge Lift genau das Richtige für dich! Vom Rand der Klippe führt ein Aufzug hinunter zum Grund der Schlucht, wo ein schön angelegter Wanderweg entlang der Felswände und an einem Wasserfall vorbeiführt. Unterwegs gibt es zwar ein paar Treppen und eine Hängebrücke, aber mehr Anstrengung ist nicht nötig. Ganz anders ist es bei der Seilbahn zwischen den steilen Felswänden der Schlucht – und die echten Draufgänger springen mit dem Bungee in den bewaldeten Abgrund.

Pilgrim’s Rest

Die schöne Serpentinenstraße R533 führt nach Pilgrim’s Rest, gut fünfzehn Autokilometer nordwestlich von Graskop. Viele der ursprünglichen Gebäude aus der Zeit des Goldrauschs Ende des 19. Jahrhunderts wurden restauriert, und die Stadt ist heute ein lebendiges Museum dieser Epoche. Du kannst sogar in einem kleinen Hotel aus jener Zeit übernachten oder ein Bier in einem restaurierten Pub trinken. Jedes Jahr im September finden hier die nationalen Meisterschaften im Goldwaschen statt.

Pinnacle Rock

Etwas nördlich von Graskop steht ein freistehender, hoher Felsgipfel in einer tiefen Schlucht, der Pinnacle Rock, ebenfalls umgeben von dichten Wäldern. Es gibt zwei Aussichtspunkte, von denen aus du diesen Monolithen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kannst. Der Weg dorthin dauert fünf bis zehn Minuten. Du hörst auch das Rauschen eines Wasserfalls, den du aber erst sehen kannst, wenn du ein Stück weiter bis zur anderen Seite der Schlucht gehst.

God’s Window

Aussichtspunkt „God’s Window“.

Einer der beliebtesten Aussichtspunkte entlang der Panoramaroute ist „God’s Window“. Er liegt am Rand des Great Escarpment und bietet einen atemberaubenden Blick auf das darunter liegende Lowveld. An einem klaren Tag kannst du bis zum Krüger-Nationalpark sehen. Vom Parkplatz aus führt ein kurzer Weg zum ersten Aussichtspunkt. Geh noch ein Stück weiter durch den Wald bergauf, denn dort hast du einen noch weiterreichenden Ausblick.

Lisbon Falls / Berlin Falls

Etwas weiter kommst du an zwei Wasserfällen vorbei, die nach europäischen Hauptstädten benannt sind. Das hängt mit den Portugiesen und Deutschen zusammen, die sich hier im 18. Jahrhundert auf der Suche nach Gold niedergelassen haben. Der spektakulärste Wasserfall ist der Lisbon Falls, wo das Wasser 94 Meter in die Tiefe stürzt.

Lisbon Falls, der beeindruckendste Wasserfall entlang der Panoramaroute.
Lisbon Falls, der beeindruckendste Wasserfall entlang der Panoramaroute. (Foto: https://unsplash.com/@wynand_uys)

Direkt neben dem Parkplatz gibt es leicht zugängliche Aussichtsplattformen oben am Wasserfall. Früher durfte man im Becken unten schwimmen, aber das ist mittlerweile nicht mehr erlaubt. Fahr ein Stück zurück zur kleinen Brücke über den Fluss (Lisbon Bruggie). Dort kannst du schwimmen oder im Wasser planschen. Auch ein toller Ort für ein Picknick!

Ganz in der Nähe liegen die Berlin Falls, deren Form oft mit einer riesigen Kerze verglichen wird. Der schmale Teil oben ist der „Docht“ der Kerze, und wenn das Wasser von dort nach unten fällt, fächert es sich auf und bildet den Rest der Kerze.

Bourke’s Luck Potholes

Bourke’s Luck Potholes.
(Foto: https://pixabay.com/users/coendesiree-5688327/)

Die Bourke’s Luck Potholes sind eine Reihe seltsamer Felsformationen am Zusammenfluss zweier Flüsse, des Blyde und des Treur. Durch die schnellen, kreisenden Bewegungen des Wassers sind im Laufe der Jahrhunderte kreisförmige Löcher entstanden. Hoch über der Schlucht führen mehrere kleine Brücken hinüber, von denen aus du einen guten Blick auf die seltsam geformten Wasserlöcher hast. Der Name geht auf einen gewissen Tom Bourke zurück, der vorausgesagt hatte, dass es in dieser Gegend Gold geben würde. Er hatte recht, nur hat er selbst nie auch nur ein Gramm gefunden.

Blyde River Canyon

Eine andere Perspektive auf den grünen Blyde-River-Canyon als unser Hauptfoto oben.
Eine andere Perspektive auf den grünen Blyde-River-Canyon als unser Hauptfoto oben. (Foto: https://unsplash.com/@wynand_uys)

Der nördlichste Teil des Blyde River Canyon ist wirklich spektakulär, aber nur bei trockenem und sonnigem Wetter. Hier kann es schon mal neblig sein, und dann geht ein Großteil der Schönheit verloren. Vergiss nicht, an einem Aussichtspunkt anzuhalten, den viele Leute übersehen: Lowveld View, direkt an der R532. Ehe du dich versiehst, fährst du schon am Schild vorbei, auf dem nur „Uitsigpunt/View Point“ steht. Von dort hast du einen herrlichen Blick über die Schlucht des Blyde River und den abgeflachten Berg Mariepskop auf der anderen Seite.

Three Rondavels im Blyde-River-Canyon.
Three Rondavels im Blyde-River-Canyon. (Foto: https://pixabay.com/users/uteheine-86108/)

Fünf Kilometer weiter ist die Abzweigung zu den Three Rondavels. Vom Parkplatz aus führen zwei Wege zu Aussichtspunkten. Von dem einen Aussichtspunkt aus hast du einen guten Blick auf drei „Felseninseln“, die an Rondavels erinnern – die traditionellen runden Hütten mit Spitzdächern, wie sie die Einheimischen schon seit Jahrhunderten bauen. Vom anderen Aussichtspunkt aus hast du einen guten Blick auf den Stausee am Blyde River und die tiefe Schlucht, die der Fluss gegraben hat. Du kannst eine Bootsfahrt auf diesem Stausee machen, aber um zum Ausgangspunkt zu gelangen, musst du etwa anderthalb Stunden fahren.

Krüger-Nationalpark

Eine Elefantenfamilie im Krüger-Nationalpark.
(Foto: https://www.pexels.com/@pixabay/)

Vom Ende der Panoramaroute aus fährst du über den Abel-Erasmus-Pass nach Phalaborwa, einem der Eingänge zum Krüger-Nationalpark. Wenn du von Graskop aus zum Krüger-Nationalpark willst, fährst du besser nach Hazyview. Oder du fliegst von Johannesburg zum Flughafen Krüger, um dort ein Auto zu mieten. Dieser Flughafen trägt zwar den Zusatz „international“, wickelt aber nur Inlandsflüge ab. Die Eingänge an der Westseite des Parks sind ziemlich überlaufen. Suchst du Ruhe? Dann fahr mit deinem Mietwagen zu einem der beiden nördlichen Eingänge: Pafuri Gate oder Punda Maria Gate. Die Touristenstraßen im Krüger-Nationalpark sind asphaltiert oder gut gepflegte Schotterstraßen.

Giraffe im Krüger-Nationalpark. (Foto: https://unsplash.com/@remiprev)
Giraffe im Krüger-Nationalpark. (Foto: https://unsplash.com/@remiprev)

Von den verschiedenen Rest Camps aus kannst du mit deinem Mietwagen ganz auf eigene Faust Ausflüge unternehmen, aber du kannst ihn auch mal für einen Tag stehen lassen und mit einem Guide losziehen. Die Guides wissen nämlich genau, wo sich die Wildtiere in dem riesigen Park aufhalten, darunter die Big 5 (Elefant, Büffel, Löwe, Nashorn und Leopard). Außerdem siehst du im Krüger-Nationalpark unter anderem Zebras, Giraffen, Schakale, Gnus, Antilopen und Nilpferde. Darüber hinaus leben dort viele verschiedene Vogelarten. Es ist ein Park, in dem du Tage verbringen kannst und jeden Tag wieder etwas Neues entdeckst.

Eswatini

Die Straßen in Eswatini sind hervorragend.
Die Straßen in Eswatini sind hervorragend. (Foto: https://unsplash.com/@psm_swazi)

Vom südlichen Crocodile Bridge Gate des Krüger-Nationalparks sind es etwa achtzig Kilometer Fahrt nach Mananga, wo du die Grenze nach Eswatini, dem ehemaligen Swasiland, überqueren kannst. Die meisten Autovermietungen in Südafrika erlauben das, aber du musst bei der Buchung deines Mietwagens angeben, dass du die Grenze überqueren wirst. Da dafür verschiedene Formalitäten erledigt werden müssen, fallen zusätzliche Kosten an. Diese Kosten zahlst du nicht bei der Buchung, sondern vor Ort, wenn du deinen Mietwagen abholst.

Swazi-Frauen in traditioneller Kleidung.
Swazi-Frauen in traditioneller Tracht. (Foto: https://pixabay.com/users/dieter55-152582/)

Eswatini ist eines der kleinsten Länder Afrikas (knapp 200 Kilometer von Norden nach Süden und 130 Kilometer von Osten nach Westen), hat aber eine reiche Kultur und eine wunderschöne, grüne Natur zu bieten. Es mag zwar ein kleines Land sein, aber es gibt nicht weniger als 17 Naturschutzgebiete, in denen du herrliche Wanderungen unternehmen und Wildtiere beobachten kannst. Ganz besonders ist der glatte, gewölbte Felsen Sibebe im Nordwesten des Landes. Außerdem sind die Swasis für ihre Gastfreundschaft und ihren Stolz auf ihre Kultur bekannt. Eswatini hat tief verwurzelte Traditionen und eine Reihe farbenfroher Feste, darunter den jährlichen Schilftanz.

Von Johannesburg nach Durban

Wusstest du, dass es in Südafrika ganz üblich ist, ein Auto an einem Ort zu mieten und es an einem anderen wieder abzugeben? Das nennt man Einwegmiete und lässt sich ganz einfach über unser Suchformular regeln, indem du einen anderen Rückgabeort angibst. Dir werden dann nur Mietwagen angezeigt, bei denen diese Kombination aus Abhol- und Rückgabeort möglich ist, inklusive des „Einwegzuschlags“. Diesen Zuschlag musst du übrigens vor Ort bezahlen.

Auf dem Weg nach Durban, mit den Drakensbergen in der Ferne.
Auf dem Weg nach Durban, in der Ferne die Drakensberge. (Foto: https://www.pexels.com/@alexander-f-ungerer-157458816/)

Eine beliebte Einwegstrecke von Johannesburg führt nach Durban am Indischen Ozean. Die Stadt ist bekannt für ihren wunderschönen Sandstrand und ihre hohen Wellen, was sie zu einem Paradies für Surfer macht. Aber du willst die Strecke natürlich nicht in einem Rutsch zurücklegen, und deshalb haben wir die besten Sehenswürdigkeiten zwischen Johannesburg und Durban für dich zusammengestellt.

Golden Gates Nationalpark

Die charakteristischen Felsformationen im Golden-Gate-Nationalpark.
Die charakteristischen Felsformationen im Golden-Gate-Nationalpark. (Foto: https://pixabay.com/users/bluesnap-43950/)

Wenn du mit deinem Mietwagen auf der N3 Richtung Süden fährst, biegst du bei Warden ab in Richtung Bethlehem und dann weiter nach Clarens. Kurz vor diesem Ort siehst du einen riesigen Felsen, den Titanic Rock, den du besteigen kannst. Sei aber am höchsten Punkt vorsichtig. Im Golden Gates National Park warten noch viele weitere besondere Felsformationen auf dich. Die durch Erosion geformten, ockerfarbenen Klippen haben einzigartige Formen und werden daher auch „Pilzfelsen“ genannt. Außerdem gibt es in diesem Park alte Felsmalereien zu bewundern. Kauf dir eine Genehmigung, mit der du von der (Durchgangs-)Hauptstraße abbiegen und mit deinem Mietwagen zwei schöne Rundstrecken fahren darfst. Die einzigartige Landschaft wird unter anderem von Zebras, Elchen, Gnus und Pavianen bevölkert.

Drakensberge / Tugela-Wasserfälle

Der Teil der Drakensberge, der als „Amphitheater“ bezeichnet wird. (Foto: https://pixabay.com/users/anramb-20789083/)
Der Teil der Drakensberge, der „Amphitheater“ genannt wird. (Foto: https://pixabay.com/users/anramb-20789083/)

Die Drakensberge sind eine tausend Kilometer lange Gebirgskette im Osten Südafrikas, aber der spektakulärste Abschnitt befindet sich dort, wo diese Klippen die Grenze zu Lesotho bilden. Mach einen Spaziergang zum beeindruckenden „Amphitheater“, einer Felswand, die etwa tausend Meter in die Höhe ragt. Es gibt Wege zum Gipfel, aber ein Teil davon führt über Kettenleitern. Wenn du hinaufkletterst, scheint es gar nicht so schlimm zu sein, aber du musst auch wieder über diese Leitern hinunter…

Wagemutige erklimmen die Kettenleiter bis zum Gipfel des Drakensbergs.
Wagemutige erklimmen die Kettenleiter bis zum Gipfel des Drakensbergs. (Foto: https://unsplash.com/@flightsofancee)

Von diesem Gipfel aus siehst du den Fluss Tugela, der vom Rand aus 983 Meter in die Tiefe stürzt und damit der höchste Wasserfall der Welt ist. Du musst nicht aufs Hochplateau, um den Wasserfall zu sehen. Ein Weg zum Fuß des Wasserfalls beginnt im Royal Natal National Park und führt durch die Tugela-Schlucht. Trotzdem musst du auch hier am Ende über eine Kettenleiter auf einen riesigen Felsbrocken klettern.

Howick Falls

Der Howick-Wasserfall ist von Mythen umrankt. (Foto: https://unsplash.com/@randomlies)
Der Howick-Wasserfall ist von Mythen umwoben. (Foto: https://unsplash.com/@randomlies)

Nach einem Wasserfall von über neunhundert Metern ist ein neunzig Meter hoher Wasserfall vielleicht ein bisschen enttäuschend, aber dieser hier bei der Kleinstadt Howick ist dafür viel leichter zu erreichen. Der örtlichen Legende zufolge lebt in dem Teich am Fuße des Wasserfalls ein riesiges, schlangenartiges Wesen. In der Umgebung von Howick gibt es noch mehrere andere Wasserfälle, wie zum Beispiel die hundert Meter hohen Karkloof Falls, gut fünfzehn Kilometer weiter nördlich.

Durban

Der Strand etwas weiter weg von Durban, bei Umhlanga.
Der Strand etwas weiter weg von Durban, bei Umhlanga. (Foto: https://unsplash.com/@vijev)

Und dann das Endziel: Durban. Die größte Attraktion dieser Stadt sind die breiten Sandstrände am Indischen Ozean. Wenn du zur Weihnachtszeit (Sommer in Südafrika) dort bist, ist es dort riesig voll, aber wenn du außerhalb der Ferienzeit kommst, gibt es auf dem riesigen Strand genug Platz. Die Wellen hier sind bei Surfern sehr beliebt. Du bist übrigens nicht auf Durban beschränkt, auch weiter nördlich gibt es lange Strände.

Oder noch weiter, bis nach Kapstadt?

Wenn du wirklich viel Zeit in Südafrika hast, kannst du dir sogar ein Auto für eine Einwegfahrt von Johannesburg nach Kapstadt mieten. In diesem Fall ist unser Blog über die Garden Route zwischen Gqeberha (Port Elizabeth) und Mosselbaai sicher hilfreich für dich.

Wann solltest du in Johannesburg ein Auto mieten?

Südafrika hat das ganze Jahr über ein angenehmes Klima, aber es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen dem Nordosten und dem Südwesten. Wenn du dich nur in der Gegend um Johannesburg (im Nordosten) aufhältst und den Krüger-Nationalpark oder andere Wildparks besuchen willst, ist die beste Reisezeit zwischen Mai und September. Dann ist es dort kühler und die Vegetation ist weniger dicht, sodass du Wildtiere leichter beobachten kannst.

Wenn du eine längere Reise planst, zum Beispiel nach Kapstadt, solltest du bedenken, dass dort gerade der südafrikanische Frühling und Sommer (September bis März) die angenehmste Reisezeit sind. Die sommerlichen Schulferien (und damit die geschäftigste Zeit) fallen in Südafrika in die Monate Dezember und Januar.

Mit dem Mietwagen in Südafrika unterwegs

Eine Straße im Osten Südafrikas. (Foto: https://unsplash.com/@sharkiekzn)

Wenn du es gewohnt bist, rechts zu fahren, wird das Linksfahren in Südafrika erst einmal etwas gewöhnungsbedürftig sein. Du kannst in Erwägung ziehen, ein Auto mit Automatikgetriebe zu mieten, damit du zumindest beim Schalten nicht mehr nachdenken musst.

Das Straßennetz in Südafrika ist im Allgemeinen gut ausgebaut und das Fahren auf den Autobahnen ist ein echtes Vergnügen. Wenn du mehr von der Landschaft sehen möchtest, wirst du oft auf Nebenstraßen fahren, und es ist nicht ungewöhnlich, dass dort Schilder stehen, die vor Schlaglöchern warnen. Fahre in solchen Fällen langsamer, denn du willst ja keinen Schaden an deinem Mietwagen davontragen. In Ortschaften gibt es oft Fahrbahnschwellen, die aber nicht immer gut sichtbar sind. Achte außerdem auf Tiere (und Menschen!) auf der Straße.

Hier laufen Geparden in einem Wildpark herum, aber achte auch außerhalb des Parks auf Tiere auf der Straße.
Hier laufen Geparden in einem Wildpark herum, aber auch außerhalb des Parks solltest du auf Tiere auf der Straße achten. (Foto: https://pixabay.com/users/danielhahner-1643450/)

Viele Ortsnamen aus der Kolonialzeit wurden in den letzten Jahrzehnten durch den ursprünglichen Namen ersetzt. Den kolonialen Namen geben wir oben in Klammern an, aber denk daran, dass auf den Verkehrsschildern der offizielle Name steht.

Welches Automodell solltest du in Johannesburg mieten?

Wenn du ausschließlich die Panoramaroute fährst und auch sonst nicht von den Hauptstraßen abkommst, reicht ein „normales“ Auto aus. Wenn du in den Krüger-Nationalpark und in die Drakensberge fährst, solltest du dich besser für einen SUV entscheiden, da dieser etwas höher auf den Rädern steht. Wähle immer einen Mietwagen mit ausreichender Motorleistung, denn egal, wo du in Südafrika fährst, wirst du immer auf ordentliche Steigungen stoßen, und es ist schon angenehm, wenn du diese mühelos bewältigen kannst.

Reserviere deinen Mietwagen rechtzeitig

Die meisten Leute mieten ein Auto am Flughafen von Johannesburg, aber du kannst einen Mietwagen auch im beliebten nördlichen Stadtviertel Sandton reservieren. Wenn du eine längere Reise durch Südafrika unternehmen möchtest und zum Beispiel von Johannesburg an die Südküste fliegst, kannst du einen Mietwagen am Flughafen von Port Elizabeth (offiziell: Gqeberha) reservieren.

Egal, wo du ein Auto mietest – wir empfehlen dir, es rechtzeitig im Voraus zu reservieren. Südafrika ist ein beliebtes Urlaubsziel und die Nachfrage nach Mietwagen ist groß. Nutze unsere Website, um in Ruhe die verschiedenen Angebote zu vergleichen und wähle einen Mietwagen, der perfekt zu deinen Urlaubsplänen passt.

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