Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2026.
Valencia ist eine tolle Stadt, um dort ein paar Tage zu verbringen. Nach Barcelona ist sie das wichtigste kulturelle Zentrum an der spanischen Mittelmeerküste. Die Stadt verbindet eine Altstadt mit der hypermodernen und unglaublich spannenden „Ciutat de les Arts i les Ciències“ (Stadt der Künste und Wissenschaften). Valencia ist die Hauptstadt der Comunidad Valenciana, die neben der Provinz Valencia aus den Provinzen Castellón (mit der Costa del Azahar) und Alicante (mit der Costa Blanca) besteht. Die Stadt ist das Tor zu endlosen Stränden an diesen Küsten, aber auch zum unglaublich abwechslungsreichen Hinterland.
Wenn du denkst, dass es in der Region Valencia nur um die Küste geht, liegst du falsch. Hier findest du Wälder, Lagunen, malerische Städtchen und Dörfer, wild fließende Flüsse, Wasserfälle, hohe Berge und weitläufige, fruchtbare Obstgärten. Die Architektur spiegelt die Geschichte wider: von römischen Ruinen und maurischen Festungen bis hin zu gotischen Kathedralen und Meisterwerken des Modernismus. Unsere unten aufgeführten Tagesausflüge konzentrieren sich vor allem auf Sehenswürdigkeiten im Landesinneren, aber wir geben dir auch Tipps, wie du mit deinem Mietwagen zu den besten Stränden und den schönsten Küstenstädten fährst. Und wusstest du, dass man die leckerste Paella in einem kleinen Restaurant irgendwo in einem Dorf isst? Also miete dir ein Auto und mach dich auf den Weg!
Mach dich gut vorbereitet mit einem Mietwagen in Spanien auf den Weg: Informiere dich über die spanischen Verkehrsregeln.
Von Valencia aus fährst du mit einem Mietwagen in etwa anderthalb Stunden nach Montanejos. Zumindest, wenn du unterwegs nicht anhältst – und dafür gibt es reichlich Gründe. Wähle zum Beispiel die schöne Strecke über die CV-25 durch raues Gelände, dichte Wälder und malerische Dörfer. Olocau ist ein wunderschönes Bergdörfchen, umgeben von steilen Klippen. Etwas außerhalb des Ortes Navajas führt ein schöner Wanderweg am Flüsschlein Palancia entlang zum Salto de la Novia, einem Wasserfall mit einer Geschichte. Der Name bedeutet „Brautsprung“ und der Legende nach war es Tradition, dass ein frisch verheiratetes Paar den Fluss überqueren musste. Gelingte das, ohne das Wasser zu berühren, sollte das Glück und Wohlstand bringen. Leider fiel die Braut in einem Fall ins Wasser. Der Bräutigam versuchte, sie zu retten, doch beide wurden von der Strömung mitgerissen. Der dreißig Meter hohe Wasserfall wird auch „Brautschleier“ genannt, und bei ausreichendem Wasserstand kannst du unten herrlich schwimmen. Anschließend fährst du, hinter dem Dorf Xèrica, über eine weitere wunderschöne Strecke durch die Sierra de Espadán nach Montanejos.
Die heilenden Eigenschaften der Thermalquellen bei Montanejos waren schon den Römern bekannt. Im 13. Jahrhundert ließ der maurische König Abu Zayd dort arabische Badebecken errichten. Dank der Nährstoffe im Wasser sollten die Frauen aus seinem Harem „ihre Jugend und Schönheit für immer bewahren“. Diese Bäder sind bekannt als Fuente de los Baños und haben das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von 25 Grad Celsius. In den Sommermonaten und während der Karwoche kann es hier sehr voll werden, und außerdem musst du Eintritt zahlen. In der Nebensaison ist der Eintritt frei, und das Wasser hat dieselbe angenehme Temperatur.
Es gibt noch zwei weitere Sehenswürdigkeiten rund um Montanejos. Die erste ist El Chorro (Der Wasserstrahl), ein gewaltiger Wasserstrahl, der aus der Seite einer Klippe schießt. Vom Parkplatz (eigentlich eine kleine Seitenstraße) an der CV-20 führt ein Weg zu einer Brücke über den Fluss, von der aus du einen perfekten Blick auf diese horizontale Wasserfontäne hast. Nicht weit davon entfernt liegt der große Stausee Embalse de Arenós. Die gleiche CV-20 schlängelt sich an verschiedenen Aussichtspunkten vorbei, und auf dem See selbst kannst du Kajak fahren. In der Umgebung von Montanejos gibt es viele Wanderwege, von leicht bis anspruchsvoll. Ein einfacher Rundweg von gut vier Kilometern ist der „Sendero Familiar“ (Familienweg). Die Route beginnt etwas nordwestlich von Montanejos und führt über die „Fuente de los Baños“ und die Schlucht des Flusses Mijares zur beeindruckenden „Cueva Negra“ (Schwarze Höhle).
In der Umgebung von Montanejos kannst du dich richtig austoben: Neben Wandern und Kajakfahren kannst du auf dem Wildwasser-Fluss raften, und es gibt auch viele Möglichkeiten zum Canyoning und Bergsteigen.
Gleich nördlich von Valencia liegt die Bergkette Sierra Calderona. Nimm von der nördlichen Umgehungsstraße Valencias die CV-315 in Richtung Poble Nou. Der erste Abschnitt ist nicht besonders spannend, aber sobald du den kleinen Fluss Carraixet überquert hast, siehst du schon in der Ferne die Berge liegen. Kurz vor Náquerra biegst du auf die CV-310 ab und die Straße führt durch Kiefernwälder und Felslandschaften hinauf nach Serra. Neben der wunderschönen Landschaft aus Kalksteinfelsen und Schluchten kannst du dort Vögel beobachten, darunter Turmfalken, Habichte, Steinadler, Geier und Mäusebussarde. Je höher du kommst, desto spektakulärer werden die Ausblicke. An klaren Tagen kannst du das Mittelmeer sehen.
Biege kurz hinter Serra auf die CV-334 ab, um zum Mirador del Garbí zu gelangen, der einen weiten Blick auf die umliegenden Berge und Täler bietet. An der Nordseite der Bergkette liegt das historische Städtchen Segorbe. Die alten Stadtmauern wurden ursprünglich während der maurischen Herrschaft erbaut, aber was du heute siehst, stammt größtenteils aus dem 14. Jahrhundert. Beim Torre del Botxí ( Hinrichtungsturm) befindet sich ein altes Aquädukt, das Wasser aus einer Quelle in der Umgebung in die Stadt leitete. Das Castell i Fort de l’Estrella wirkt ein bisschen zu gut restauriert, es sieht fast wie neu aus.
Der Name klingt sehr ähnlich wie das Naturschutzgebiet, das wir oben erwähnt haben, aber Los Calderones liegt an einem ganz anderen Ort: gut sechzig Kilometer nordwestlich von Valencia. Vom Flughafen Valencia aus sind es übrigens nur fünfzig Kilometer Fahrt bis zum Dorf Chulilla, das an einer beeindruckenden Schlucht liegt. Es ist ein wahres Paradies für Wanderer und Kletterer. Die fünf Kilometer lange „Ruta de los Calderones“ führt über zwei Hängebrücken tief in die Schlucht hinein, entlang des Flusses Turia zu einem schönen Stausee. Die steilen Kalksteinwände sind an manchen Stellen über achtzig Meter hoch. Tief in einer solchen Schlucht liegt der sogenannte Blaue Teich (Charco Azul), in dem eine Holzplattform errichtet wurde und man herrlich schwimmen kann. Zumindest, wenn man sich nicht vom ziemlich kalten Wasser abschrecken lässt.
Du kannst deinen Mietwagen am Anfang der Route parken, etwas nördlich von Chulilla. Im Dorf selbst führen verwinkelte Gassen zur Ruine des Castillo de Chulilla, das auf einem Felsen über dem Dorf thront. Von oben hast du einen herrlichen Blick über die Gegend.
Ein einfacher Tagesausflug von Valencia aus führt nach Xàtiva, eine Autostunde südlich der Stadt. Die große Attraktion ist das einzigartige Castell de Xàtiva (auf Spanisch: Castillo de Játiva). Am besten kaufst du deine Tickets im Voraus online. Du kannst deinen Mietwagen direkt am Eingang parken, außer an Sonn- und Feiertagen, da die Burg dann sehr viele Besucher anzieht. An diesen Tagen fährt ein kostenloser Shuttlebus von der Plaça Espanyoleto ab. Oder parkiere das Auto einfach in Xàtiva und folge dem Weg bergauf von der Kirche Ermita de Sant Feliu vorbei an den Höhlen Cova dels coloms.
Die Burg bildet den höchsten Punkt der Verteidigungsmauern, die einst das gesamte mittelalterliche Xàtiva umgaben. Aufgrund ihrer einzigartigen, schmalen Sattelform musst du am tiefsten Punkt hineingehen. Von dort aus siehst du auf der einen Seite die kleine Burg (Castell Menor), die sich nach oben schlängelt, und auf der anderen Seite die weitläufige große Burg (Castell Major). Von dort hast du einen fantastischen Panoramablick über das Vall de Bixquert. Die kleinere Burg wurde ursprünglich in der Zeit der Iberer erbaut, noch vor Beginn unserer Zeitrechnung. Später war sie eine wichtige Festung entlang der römischen Via Augusta. In der maurischen Zeit wurde die Festung um die größere Burg erweitert. Nachdem die Mauren vertrieben worden waren, fügten die christlichen Könige gotische Elemente hinzu. Die imposante Architektur macht die Burg zu einem Juwel, das durch die fantastischen Ausblicke noch unterstrichen wird.
Vergiss auch nicht die Stadt selbst, deren zentraler Treffpunkt die Plaça del Mercat ist – ein hervorragender Ort für einen kleinen Happen oder ein Getränk. Das Museum der Schönen Künste, La Casa de l’Ensenyança, beherbergt unter anderem ein Porträt von König Philipp V. Er gab während des Spanischen Erbfolgekriegs den Befehl, Xàtiva in Brand zu setzen. Aus Protest hängt das Gemälde kopfüber.
Eigentlich solltest du von Xàtiva aus nicht direkt zurück nach Valencia fahren, sondern einer Route entlang des Flusses Júcar folgen. Dabei fährst du an tiefen Schluchten und Wasserfällen vorbei und durch malerische Dörfer. Auf dem Weg dorthin, gleich außerhalb von Xàtiva, kannst du einen Spaziergang entlang dreier Wasserfälle oder durch die Höhlen des Naturparks La Cabrentà machen. Etwas weiter gibt es auch einen schönen, 25 Meter hohen Wasserfall, den Salto de Chella. Und das ist erst der Anfang. Bevor du den Júcar erreichst, kannst du herrlich in einem der vier natürlichen Schwimmbecken von Los Charcos de Quesa planschen. Die Stadt Cofrentes liegt am Zusammenfluss von Júcar und Cabriel. Dort kannst du eine Bootsfahrt durch die Cañones del Júcar unternehmen, aber es gibt auch Wanderwege entlang der Schlucht, die zu einem unglaublich schönen Ausblick auf den tief unten fließenden Fluss führen. Ganz in der Nähe kannst du die Tropfsteinhöhle La Cueva de Don Juan besuchen.
Alcalá del Júcar liegt spektakulär hoch über einer scharfen Flussbiegung. Das Dorf hat durchaus einiges mit Matera gemeinsam, der in Felsen gehauenen Stadt im Süden Italiens. Auch entlang des Júcar gibt es viele Höhlenwohnungen, die durch unterirdische Tunnel miteinander verbunden sind. Doch während Matera von Touristen überrannt wird, ist die faszinierende Landschaft rund um Alcalá (noch) relativ unbekannt. Einige dieser Höhlenwohnungen sind verlassen und können besichtigt werden, andere sind bis heute bewohnt. In den „Cuevas del Diablo“ wanderst du durch ein unterirdisches System aus Räumen und Gängen, die mit Vintage-Gegenständen eingerichtet sind. Über einen langen Tunnel gelangst du zum „Balkon“, einem mittelalterlichen Aussichtspunkt hoch oben in der Schlucht.
Der Fluss schlängelt sich wie eine grüne Schlange durch das Felsgebirge, und du kannst dort auch viele Abenteuersportarten ausüben, darunter Kajakfahren, Rafting, Klettern, Wandern, Radfahren und Canyoning. Der Júcar bietet kilometerlange Felsen und Stromschnellen bis hin zum Stausee Embalse de Alarcón, der gut anderthalb Autostunden nordwestlich liegt.
Die historische Region Maestrat (auf Spanisch: Maestrazgo) liegt im Norden der Provinz Castellón und ist ein ziemlich abgelegenes, dünn besiedeltes Gebiet mit rauen Landschaften und Dörfern, die sich seit dem Mittelalter kaum verändert haben. Diese Tour bietet dir jede Menge Möglichkeiten, diese alten Städtchen und Dörfer zu entdecken und die natürliche Schönheit der Gegend zu genießen. Bevor du im Maestrat ankommst, fährst du durch l’Horta, die weitläufige, fruchtbare Ebene rund um Valencia, voller Obstgärten, Reisfelder und anderer landwirtschaftlicher Flächen, durchzogen von einem Netz aus Bewässerungskanälen, das bereits in der Zeit der Mauren angelegt wurde.
Cervera del Maestrat liegt etwa zwei Autostunden von Valencia entfernt. Dieses alte Dorf ist ein Labyrinth aus Gassen, Treppen und Plätzen und wird von den Ruinen einer maurischen Burg und dem Glockenturm der Kirche im Zentrum dominiert. Nach Morella sind es über die N-232 nur fünfzig Kilometer, aber bieg ab und zu in eine Seitenstraße ein und lass deinen Mietwagen stehen, um einen Spaziergang durch die raue Landschaft und vorbei an alten Kirchen oder Klöstern zu machen. Mach zum Beispiel einen Abstecher über die CV-111 nach Vallibona, einem Dorf zwischen hohen Klippen.
Morella liegt auf einem Hügel und ist von mittelalterlichen Stadtmauern mit verschiedenen Türmen umgeben. Die Altstadt lädt zum Bummeln ein, zum Beispiel durch die Carrer d’En Blasco d’Alagó, eine der reizvollsten Gassen. Reist du mit Kindern und haben die schon alles gesehen? Dann nimm sie mit ins Dinosauriermuseum in Morella! Es versteht sich von selbst, dass du vom Schloss aus eine schöne Aussicht hast, aber wenn du abends in Morella bist, lohnt es sich, kurz aus der Stadt hinauszufahren. Die Stadtmauern und das Schloss sind beleuchtet, was ein fantastisches Fotomotiv ergibt.
Für noch mehr schöne Ausblicke fährst du ins Dorf La Pobla de Benifassà im Herzen des Naturparks Tinença. Ganz in der Nähe dieses Dorfes kannst du einen ganz besonderen Skulpturengarten besichtigen: „El Jardí de Peter“ des deutschen Künstlers Peter Buch. Er schuf Skulpturen aus Steinen und Erde, die er vor Ort fand, und verzierte sie anschließend mit weggeworfenen Fliesen und anderen Abfallresten. An den farbenfrohen Skulpturen lässt sich deutlich erkennen, dass eine seiner Inspirationsquellen Antoni Gaudí ist.
Die Costa del Azahar ist der Küstenstreifen der Provinz Castellón. Wenn du von Valencia aus in Richtung Nordosten fährst, ist Sagunto eine der ersten kleinen Städte, auf die du triffst – und die ist nun wirklich kein schöner Ort. Warum solltest du dann trotzdem dort anhalten? Weil die römischen und maurischen Ruinen auf dem Hügel mehr als einen Besuch wert sind. Auch im höher gelegenen Teil von Sagunto, dem alten jüdischen Viertel, kannst du schön herumschlendern. Falls du unbedingt ins Meer springen möchtest, ist der Strand im neuen Teil der Stadt – Port de Sagunt – ganz nett, aber weiter entlang der Orangenblütenküste gibt es viel schönere Strände.
Wenn du in Richtung des Dorfes La Vall d’Uixó abbiegst, kannst du dort eine Bootsfahrt auf einem unterirdischen Fluss in den Coves de Sant Josep (auf Spanisch: Cuevas de San José) unternehmen. Ein absolutes Muss! Wenn du weiter nach Norden fährst, rücken die Berge näher an die Küste heran, wodurch felsige Klippen und abgelegene Buchten entstehen. Südlich von Peñíscola liegt das Naturschutzgebiet Sierra de Irta. Nimm die Abzweigung nach Alcossebre und parke deinen Mietwagen am Ende der Carrer del Prigó de Rei, um einen Spaziergang durch dieses Naturschutzgebiet oder auf dem Fußweg entlang der felsigen Küste beim Leuchtturm zu machen.
Die Landzunge, auf der Peñíscola erbaut wurde, ist zwar felsig. Direkt vor der Altstadt, am Strand Playa Sur, gibt es einen großen Parkplatz. Achtung: Lies dir die Hinweise an der Parkuhr genau durch und wähle den richtigen Tarif. Montags findet ein Markt statt und das Parken ist dann verboten. Die Altstadt von Peñíscola hat eine typisch mediterrane Atmosphäre und gehört zu den „Los Pueblos más Bonitos de España“. Weiß getünchte Häuser mit blauen Ornamenten und Blumen geschmückt, schmale gepflasterte Gassen, charmante kleine Plätze und sogar ein Haus, das komplett mit Muscheln verziert ist: die „Casa de Las Conchas“. Dieses Haus liegt auf dem Weg zur Burg, die im 14. Jahrhundert auf den Fundamenten einer arabischen Festung erbaut wurde. El Bufador ist spektakulär: Bei rauer See spritzt das Wasser zwischen den Häusern hindurch durch ein Loch im Felsen hoch in die Luft. Peñíscola ist bekannt für seine Sandstrände, die nicht nur ein schönes Meer bieten, sondern auch einen tollen Blick auf die hochgelegene Altstadt. Die beiden beliebtesten sind der langgestreckte Playa Norte und der kleinere Playa Sur.
Die riesigen Reisfelder im Sumpfgebiet direkt südlich von Valencia gehören ebenfalls zum Gemüsegarten l’Horta. Diese Reisfelder liegen rund um den See l’Albufera. Der Name leitet sich vom arabischen „al-buhayra“ ab, was „kleiner See“ bedeutet. Dieses Feuchtgebiet ist ein Naturschutzgebiet, in dem du eine große Vielfalt an (Zug-)Vögeln beobachten kannst. Die Wasserflächen werden von traditionellen Häuschen aus Lehm und Schilf unterbrochen: den „Barracas“.
Wenn du diese weitläufigen Reisfelder siehst, verstehst du, warum die Paella hier entstanden ist. Es ist daher auch kein Wunder, dass das Fischerdorf El Palmar, mitten in der Lagune, als der Ort bekannt ist, an dem man die beste Paella bekommt. Reserviere aber unbedingt einen Tisch in einem der vielen Restaurants, denn auch die Spanier wissen, wo man dieses köstliche Reisgericht am besten genießen kann. El Palmar hat sich die Atmosphäre eines authentischen Fischerdorfes bewahrt und ist der Ausgangspunkt für schöne Bootsausflüge durch die Lagune.
Lust, ein bisschen am Strand zu liegen? Dann fahr zum Küstenstreifen von l’Albufera. Als Erstes findest du dort den beliebten Platja del Saler (Salzstrand), der so heißt, weil hier früher Salz gewonnen wurde. Dieser Strand liegt am nächsten an Valencia und ist daher belebter als die Strände weiter südlich: Platja de la Devesa und Platja del Recati.
Valencia hat seine eigene Costa mit wunderschönen Stränden und Badeorten, die nicht so überlaufen sind wie an der Costa Blanca. An erster Stelle steht das kleine Xeraco (auf Spanisch: Jaraco), das aus dem Dorf und dem Strandgebiet besteht, getrennt durch den Rio Vaca und Orangenhaine. Diese beiden Orte liegen etwa vier Autokilometer voneinander entfernt, daher ist es praktisch, wenn du ein Auto gemietet hast. Am breiten Sandstrand gibt es Hotels und Ferienwohnungen, aber es ist bei weitem nicht so überlaufen wie zum Beispiel in Benidorm.
Etwas größer ist der Badeort Gandia, der etwas südlich von Xeraco liegt. Auch hier ist die eigentliche Stadt vom Strand von Gandia getrennt. Der Strand ist lang und breit und bietet einen Blick auf die Berge im Hinterland. Vom Yachthafen aus verläuft eine breite Promenade fast drei Kilometer lang am Strand entlang.
Noch ein Stück weiter südlich liegt Oliva, und dieses Städtchen ist genauso reizend, wie es klingt. Die engen Gassen in der Altstadt atmen spanische Geschichte. So findest du noch deutliche arabische Einflüsse im alten maurischen Viertel Sant Roc, das früher außerhalb der Stadtmauern lag. Und dann sind da natürlich die Strände: Oliva hat nicht weniger als zehn Kilometer saubere Sandstrände, die flach ins Meer abfallen und daher sehr gut für Kinder geeignet sind. Platja Pau-Pi ist der bekannteste und belebteste, die Strände Aigua Morta und Rabdells sind etwas ruhiger.
Wasser und Geologie spielen die Hauptrolle in einem Gebiet, das sich um das Tal des Flusses Sot herum gebildet hat – eine bergige Landschaft mit Schluchten, Abgründen, natürlichen Quellen und Wasserfällen. Die Höhe reicht von 350 Metern (am Stausee Buseo) bis zu 1.170 Metern (dem höchsten Punkt von Cinco Picos). Dieses Gebiet ist ein beliebtes Ziel für Bergsteiger, aber auch „normale“ Wanderer können hier die wunderschöne, raue Natur genießen. Beliebte Wanderrouten mit mittlerem Schwierigkeitsgrad führen zum Pico Ropé und zum Morrón. Wenn du mehr über das verstehen möchtest, was du um dich herum siehst, ist eine Wanderung unter der Leitung eines Wanderführers sehr zu empfehlen. Dann hast du bessere Chancen, große Greifvögel und Eulen oder Amphibien wie Schildkröten und Schlangen zu entdecken.
Sot de Chera liegt etwa siebzig Kilometer nordwestlich von Valencia. Die CV-395 führt quer durch das Naturschutzgebiet von Sot de Chera nach Chera, aber natürlich solltest du den Mietwagen am besten stehen lassen, um die wunderschöne Umgebung zu Fuß zu genießen. Für eine besondere geologische Formation, eine sogenannte Antiklinale, musst du nicht einmal aus dem Auto steigen, denn sie ist direkt östlich von Sot de Chera zu bewundern und es gibt dort sogar einen eigens dafür angelegten Parkplatz.
Etwa siebzig Kilometer südlich von Valencia liegt das Tal des Flusses Albaida. Wegen der sanften Hügel wird diese Gegend manchmal als die valencianische Toskana bezeichnet, aber hier ist es viel trockener als in der italienischen Region. Dennoch ist es eine wunderschöne ländliche Gegend, eingebettet zwischen den Gebirgszügen Serra del Benicadell, Serra del Buixcarró und Serra de Mariola. Der höchste Punkt ist der Berg Montcabrer (1390 m). Im Mikroreservat Teixera d’Agres findest du jahrhundertealte Eiben. Das Tal ist übersät mit Weinreben, Orangenbäumen und Olivenhainen, durchsetzt mit historischen Städtchen.
Die wichtigsten Straßen durch das Vall d’Albaida sind die CV-80 und die CV-62, aber du musst von diesen Hauptstraßen abweichen, um die schönsten Ecken zu entdecken. Fahr mit deinem Mietwagen zum Beispiel zu den Ruinen der Burg La Carbonera in den schroffen Felsen bei Beniatjar oder zu den faszinierenden alten Malereien in der Petxina-Höhle in Bellús. Die „Ruta de los Riuraus“ führt an alten Steinhäuschen vorbei, die einst zum Trocknen von Trauben und zur Herstellung von Rosinen erbaut wurden. Schöne Dörfer wie Bèlgida und Castelló de Rugat sind tolle Ausgangspunkte für Wanderungen durch die umliegenden Berge. Hochwertiges Olivenöl findest du in Alfarrasí oder Quatretonda.
Das mittelalterliche Zentrum von Bocairent ist einen ausgiebigen Bummel wert. Gleich außerhalb dieses Städtchens liegen die ausgegrabenen Höhlen „Covetes dels Moros“, die wahrscheinlich von den Mauren als (kühler) Lagerraum genutzt wurden. In der Felswand siehst du nur Löcher, aber dahinter verbirgt sich ein ganzes Labyrinth aus Räumen und Gängen. Wenn du im Sommer in Bocairent bist, fahr mit deinem Mietwagen über die CV-81 Richtung Norden, um ein erfrischendes Bad in den natürlichen Schwimmbecken von Pou Clar zu nehmen, kurz vor dem Dorf Ontinyent.
Wir hoffen, dass wir dich mit den oben genannten Tipps davon überzeugen konnten, dass es sich lohnt, die Umgebung von Valencia mit einem Mietwagen zu erkunden. Die gesamte Comunidad birgt eine Fülle an Naturattraktionen, die du nicht nur passiv genießen, sondern auch aktiv im Freien ausüben kannst. Außerdem gibt es interessante kulturelle Sehenswürdigkeiten, und die Region ist übersät mit historischen Dörfern und Städtchen. Und wie entdeckst du die schönsten davon? Indem du dir ein Auto mietest und einfach losfährst, ohne vorher eine Route festzulegen. Betrachte die Tipps, die wir oben gegeben haben, daher vor allem als Anhaltspunkt, von dem du gerne abweichen kannst. Oder sogar abweichen musst, denn genau das ist das Schöne an einem Mietwagen: völlige Freiheit und Flexibilität.
Natürlich kannst du einige der oben genannten Tagesausflüge kombinieren, um eine tolle Rundreise daraus zu machen, eventuell ergänzt durch unsere Tipps für Ausflüge rund um Alicante. Wenn du viel Zeit hast, kannst du auch weiterreisen und ein Auto für eine sogenannte Einwegmiete mieten. In diesem Fall holst du den Mietwagen an einem Ort ab und gibst ihn an einem anderen wieder ab. Gib einfach einen anderen Rückgabeort ein und wir zeigen dir ausschließlich die Autos, bei denen das möglich ist, inklusive des eventuellen „Einwegzuschlags“. So kannst du zum Beispiel nach Barcelona, Madrid oder Málaga fahren. Falls du das vorhast, haben wir noch mehr Tipps für dich in unseren Blogs „15 Ausflüge mit dem Mietwagen rund um Barcelona “ und „10 Tagesausflüge mit dem Mietwagen ab Málaga“. Oder wie wäre es mit einem fantastischen Roadtrip von Valencia nach Sevilla, um das herrliche Andalusien zu erkunden? Die Möglichkeiten sind (fast) endlos. Lass deine Träume wahr werden und miete ein Auto für einen unvergesslichen Urlaub in Spanien!
Welche Versicherung sollte ich wählen und was hat es mit der Kaution auf sich? Lesen Sie unsere Artikel mit nützlichen Informationen und Tipps, um sicherzustellen, dass Sie sich für den richtigen Mietwagen entscheiden.