Wien ist ein tolles Ziel für einen Städtetrip. Salzburg und Innsbruck sind vor allem im Winter als Tor zu den Skigebieten in den Alpen beliebt. Aber wusstest du, dass du einen tollen Roadtrip durch Österreich machen kannst, bei dem du nicht nur diese drei Städte besuchst, sondern auch die fantastische Landschaft genießt, etwas über die faszinierende Geschichte lernst und auf atemberaubenden Straßen fährst? Entdecke, dass Österreich mehr ist als Sachertorte und Apfelstrudel: Miete ein Auto für eine unvergessliche Reise durch dieses Alpenland.
Den Roadtrip, den wir unten beschreiben, kannst du das ganze Jahr über machen. Die Hauptstraßen in Österreich werden im Winter nämlich gut schneefrei gehalten. Nur einige hochgelegene Panoramastraßen sind im Winter gesperrt, aber nicht alle! Bei winterlichen Bedingungen (vom 1. November bis zum 15. April) sind Winterreifen allerdings Pflicht. Mietwagen sind in diesem Zeitraum oft standardmäßig damit ausgestattet, aber Schneeketten musst du separat dazu buchen.
Die Hauptstadt Österreichs trägt stolz den Spitznamen „anmutige alte Dame“, denn treffender kann man Wien kaum beschreiben. Die Stadt an der Donau ist berühmt für ihre stattlichen Alleen und Plätze voller Architektur im Barock- und Rokokostil. Große Attraktionen sind die Schlösser Schönbrunn und Belvedere, aber wenn du mehr über die einflussreiche Habsburger-Dynastie erfahren möchtest, solltest du lieber die Hofburg besuchen. Weitaus weniger überlaufen ist das schöne Jagdschloss Laxenburg südlich von Wien, inmitten eines herrlichen Parks.
Die Altstadt der österreichischen Hauptstadt strotzt nur so vor interessanten Sehenswürdigkeiten: vom imposanten gotischen Stephansdom (und vielen anderen Kirchen) bis hin zum Haus, in dem Mozart komponierte, und den Lipizzanern der Spanischen Hofreitschule. Die Wiener Sehenswürdigkeiten sind abends wunderschön beleuchtet. Und natürlich musst du die berühmten Wiener Kaffeehäuser besuchen: nicht nur wegen des Kaffees mit einem Stück Kuchen, sondern auch wegen des wunderschönen, historischen Interieurs. Vom Riesenrad im Vergnügungspark Prater aus hast du einen schönen Blick über die Stadt, aber ein viel höherer Aussichtspunkt (150 Meter) ist die Aussichtsplattform des Donauturms.
Wenn du nach Wien fliegst, kannst du direkt am Flughafen ein Auto mieten, aber wenn du erst ein paar Tage in der Stadt verbringen möchtest, gibt es auch am Bahnhof der österreichischen Hauptstadt Filialen von Autovermietungen.
Mit einem Mietwagen fährst du von Wien aus in etwa einer Stunde ins Wachautal zwischen Krems an der Donau und Melk. Das Tal ist bekannt für atemberaubende Landschaften, historische Schätze und köstliche Weine. Die gesamte Region steht auf der UNESCO-Welterbeliste. Zwischen Krems und Melk gibt es keine Brücken über die Donau, sondern nur drei Fährverbindungen. Auf zwei Fähren können auch Autos mitfahren: zwischen Weißenkirchen und St. Lorenz sowie zwischen Spitz und Oberarnsdorf. In Krems stellt sich also die Frage, welches Donauufer du wählen sollst: das nördliche oder das südliche?
Das Nordufer ist das touristischste, denn hier liegen die charmanten Dörfer Dürnstein, Weißenkirchen und Spitz inmitten weitläufiger Weinberge. Außerdem findest du hier den höchsten Berg entlang der Donau, den Jauerling im gleichnamigen Naturpark. Durch diese einzigartige Landschaft führen zahlreiche Wanderwege. Zwischen Schwallenbach und Willendorf ist im Frühling richtig viel los, weil dann die Aprikosenbäume blühen.
Auch auf der Südseite kannst du im Frühling die Blüten von Aprikosen-, Apfel- und Birnbäumen genießen. Ein Highlight entlang der südlichen Route sind die Ruinen von Aggstein. Von dort hast du einen atemberaubenden Blick über den Fluss. Dieses rechte Donauufer bietet ohnehin die spektakulärsten Ausblicke. Außerdem kannst du im Sommer auf dieser Seite des Flusses in der Donau schwimmen: gegenüber von Dürnstein und bei Rührsdorf. Am Endpunkt Melk darfst du dir das Stift aus dem 18. Jahrhundert nicht entgehen lassen, eines der berühmtesten Barockbauwerke Österreichs.
Wenn du weiter nach Westen entlang der wunderschönen Donau fährst, kommst du an einem der dunkelsten Kapitel der Geschichte vorbei. Der Kontrast zwischen dem idyllischen Dorf Mauthausen und dem gleichnamigen Konzentrationslager könnte nicht größer sein. Das Lager galt als eines der grausamsten der Nazis, und ein Besuch im Museum in der ehemaligen Krankenstation wird dich nicht unberührt lassen.
Nach einem Besuch des Konzentrationslagers möchtest du dich sicher erst einmal von all den Eindrücken erholen – und dafür ist Linz genau der richtige Ort. Auch wenn die Stadt im Vergleich zu Graz oder Salzburg etwas blass wirkt, gibt es im Sommer gemütliche Terrassen auf dem Hauptplatz, dem zentralen Stadtplatz. Von diesem Platz aus fährst du mit einer historischen Straßenbahn über eine steile Strecke in zwanzig Minuten zur Pöstlingbergkirche, hoch auf einem Hügel auf der anderen Seite der Donau. Die Marienkirche wirkt älter, als sie ist – diese größte Kirche Österreichs wurde erst 1924 fertiggestellt. Das Ars Electronica Center richtet den Blick auf die Zukunft, und die Ausstellungen werden daher ständig erneuert.
Wusstest du, dass die Donau in Österreich eine Biegung macht, die stark an den berühmten Horseshoe Bend am amerikanischen Colorado River erinnert? Um den zu sehen, fährst du mit dem Mietwagen nach Schlögen, etwa vierzig Kilometer nordwestlich von Linz. Vom Parkplatz aus sind es zwanzig bis dreißig Minuten zu Fuß bis zur Aussichtsplattform „Schlögener Blick“. Bist du dir unsicher, ob die Sicht gut genug sein wird? Dann schau doch erst mal bei der Webcam „Donauschlinge“ vorbei. Es gibt verschiedene andere Wanderwege durch den Wald und auch auf der Halbinsel in der Donau. Dorthin gelangst du, indem du ein Stück weiter über die Brücke nach Niederanna fährst.
Hallstatt ist das meistfotografierte Dorf im Salzkammergut, zwischen Linz und Salzburg. Aber es ist auch das belebteste und touristischste Städtchen in dieser wunderschönen Region, die noch viel mehr zu bieten hat. Wenn du Hallstatt besuchen möchtest, solltest du früh am Morgen hinfahren, bevor die Reisebusse ankommen und die Parkplätze voll sind. Oder eben erst spät am Nachmittag und dort eine Nacht bleiben, denn abends hat das Dorf eine ganz besondere Atmosphäre. Allerdings musst du dein Hotel schon lange im Voraus buchen, da das Angebot an Unterkünften begrenzt ist. Nicht weit von Hallstatt entfernt liegt das Dorf Altaussee, das ebenfalls schön, aber weniger überlaufen ist.
Mitten in der wunderschönen österreichischen Seenlandschaft liegt das Städtchen Mondsee am gleichnamigen See. Von hier aus kannst du Tagesausflüge zu malerischen Dörfern und kristallklaren Bergseen unternehmen. Im Sommer gibt es auf den Seen viele Aktivitäten: natürlich Schwimmen, aber auch Kajakfahren, Segeln, Wasserski, Wakeboarden und Stand-up-Paddling. Einer der größeren Orte ist die Kleinstadt Gmunden am Traunsee, der oft als der schönste See angesehen wird. Auf einer kleinen Insel im See liegt das stimmungsvolle Schloss Ort.
Die weltberühmte Altstadt von Salzburg muss man einmal im Leben gesehen haben. Zwischen dem Mönchsberg und dem Kapuzinerberg beherbergt die Altstadt zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Bekannte Orte sind die Festung Hohensalzburg, eine der größten mittelalterlichen Burgen Europas, der Salzburger Dom und die Getreidegasse. Im Jahr 1756 wurde Wolfgang Amadeus Mozart in dem hohen Stadthaus mit der Hausnummer 7 geboren. Die schmalen, verwinkelten Gassen in der Altstadt eignen sich hervorragend für einen Spaziergang ohne bestimmtes Ziel, der zu versteckten Innenhöfen und mittelalterlichen Plätzen mit barocken Brunnen führt. Mit einer Seilbahn gelangst du zur Burg auf dem Mönchsberg, die einen schönen Ausblick bietet, aber noch schöner ist der Aussichtspunkt Gaisbergspitzeöstlich der Stadt. Dort hast du nicht nur eine herrliche Aussicht, sondern kannst auch Paragliding betreiben. Eine kurvenreiche kleine Straße führt zum Gipfel.
Salzburg liegt ganz in der Nähe der deutschen Grenze, und hier stellt sich die Frage: Setzt du den Roadtrip durch das Nachbarland fort oder bleibst du in Österreich? Die meisten österreichischen Autovermieter haben kein Problem damit, wenn du mit ihrem Auto die Grenze überquerst. Du musst das allerdings bei der Buchung kurz angeben. Dann ist der Mietwagen auch im anderen Land versichert.
Berchtesgaden / Königsee
Von Salzburg aus fährst du in einer halben Stunde ins deutsche Berchtesgaden. Die Strecke führt durch wunderschöne Natur, deren Höhepunkt der Königsee südlich von Berchtesgaden ist. Dieser tiefste See Deutschlands ist von steilen Felswänden umgeben. An manchen Stellen entsteht dadurch ein klares Echo. Bei Bootsfahrten ist es üblich, anzuhalten und auf einem Horn oder einer Trompete zu spielen, um das Echo zu demonstrieren. In der Umgebung des Sees kannst du Wanderungen unternehmen, unter anderem durch den Wimbachgries, die Schlucht des Flüsschens Wimbach in der Nähe von Ramsau. Auch rund um den Hintersee im Zauberwald sind schöne Wanderwege angelegt.
Gleich nachdem du die deutsch-österreichische Grenze überquert hast, siehst du am Straßenrand ein Schild nach Reith. Wenn du diese Abzweigung nimmst, gelangst du zum Parkplatz Innersbachklamm. Das ist ein Wanderweg, für den es sich wirklich lohnt, deinen Mietwagen kurz am Straßenrand zu parken. Vom Parkplatz aus sind es fünf Minuten zu Fuß für eine kurze, aber schöne Wanderung über Holzstege entlang der Felsen des Tals.
Von hier aus sind es noch dreißig Kilometer Fahrt bis nach Sankt-Johann.
Wenn du dich nicht für die Route über Deutschland entscheidest, fährst du von Salzburg aus vierzig Kilometer Richtung Süden nach Werfen. Auch das ist eine wunderschöne Strecke entlang der Salzach.
Burg Hohenwerfen
Direkt an der B-159 liegt der Parkplatz zur Burg Hohenwerfen. Vom Parkplatz aus fährt eine kleine Seilbahn zur Burg auf dem Felsen, aber du kannst auch dem gewundenen Pfad durch den Wald folgen. Es ist eine besonders gut erhaltene mittelalterliche Burg auf einem steilen Felsenkegel, und nicht umsonst wird sie als „Erlebnisburg“ bezeichnet, denn es gibt jede Menge zu sehen und zu entdecken, auch für Kinder. Außerdem gibt es täglich Flugvorführungen mit verschiedenen Greifvögeln, darunter Adler, Falken, Habichte und Geier.
Werfen
Auf der anderen Seite der Salzach liegen die Eishöhlen der Eisriesenwelt. Von Werfen aus sind es fünf Kilometer Fahrt zum Besucherzentrum. Anders als der Name vermuten lässt, sind diese Höhlen im Winter geschlossen und nur vom 1. Mai bis zum 31. Oktober zugänglich. Zieh dich warm an, denn sie heißen nicht umsonst Eishöhlen.
Von Werfen sind es gut achtzig Kilometer Fahrt nach Sankt-Johann, ganz in der Nähe von Kitzbühel. Beide Orte eignen sich hervorragend für Tagesausflüge ins Kaisergebirge.
Das Kaisergebirge ist eine der schönsten Berglandschaften Österreichs. Das Kaisertal, östlich von Kufstein, trennt den Zahmen Kaiser vom Wilden Kaiser. Es liegt auf der Hand, dass Letzteres die wildeste Bergkette ist. Der Stripsenjoch ist sozusagen das Zentrum, zu dem unzählige Wege führen, die ziemlich anspruchsvoll sind. Gutes Wanderschuhwerk ist unverzichtbar, und auf manchen Routen ist sogar eine Bergsteigerausrüstung erforderlich. Wenn du es dir etwas leichter machen willst, nimmst du von Söll oder Hopfgarten aus die Seilbahn zur Hohen Salve (1.829 m). Im Winter ist das ein Skigebiet, im Sommer kannst du dort schöne Bergwanderungen unternehmen und paragleiten.
Von Sankt-Johann aus fährst du in gut einer Stunde nach Pertisau am wunderschönen Achensee. Auch diese Gegend eignet sich hervorragend zum Wandern – es gibt Hunderte von Kilometern an Wanderwegen. Eine dieser Routen führt um den See herum und ist gut 22 Kilometer lang. An der Westseite wird der Weg an manchen Stellen sehr schmal und verläuft direkt an der Bergwand entlang. Das Schöne daran ist, dass du nicht die gesamte Strecke zu Fuß zurücklegen musst, denn an verschiedenen Stellen kannst du in das Boot einsteigen, das um den See fährt und dich wieder zu deinem Ausgangspunkt zurückbringt. Wenn du dich gar nicht anstrengen willst, steig einfach in deinen Mietwagen und fahr auf der B-181 direkt am Ostufer entlang.
An der Ostseite des Sees, bei Buchau, gibt es zwei Wasserfälle. Der Buchauer Wasserfall ist relativ leicht zu erreichen, kann im Sommer aber trocken stehen. Der Aufstieg zum eindrucksvolleren Dalfazer Wasserfall ist anstrengender. Während der Wanderung nach oben hast du einen schönen Blick auf den Achensee. Wenn du in Maurach in die Gondel der Seilbahn zum Rofanblick steigst, hast du diese schöne Aussicht auch mit weniger Anstrengung.
Innsbruck liegt im Tal des Inns und ist von hohen Bergen umgeben. Fast überall in der Stadt siehst du diese mächtigen Alpen, nicht nur im Zentrum, sondern auch als Kulisse hinter den fröhlich bunten Häusern am Fluss. In der Altstadt solltest du unbedingt am Goldenen Dachl vorbeischauen: ein Balkon mit einem Dach aus nicht weniger als 2.657 vergoldeten Dachziegeln. Das war einst eine Loge für Kaiser Maximilian I., von der aus er Feste, Turniere und andere Veranstaltungen auf dem Platz darunter beobachten konnte.
Innsbruck ist im Winter ein toller Ausgangspunkt für Sportarten wie Skifahren, Langlaufen und Snowboarden und im Sommer für fantastische Roadtrips über kurvige und panoramareiche Bergstraßen. Wenn du Glück hast, findet im Winter ein Wettkampf auf der Bergisel-Schanze statt. Oder vielleicht willst du ja gerade, dass kein Wettkampf stattfindet, denn dann kannst du dich kurz auf die Bank setzen, von der aus die Skispringer abspringen. Ein weiteres Muss ist die Seilbahn zur Nordkette. Du kommst an der Hafelekarspitze an, von wo aus du zum höchsten Punkt (2334 m) laufen kannst.
Von Innsbruck aus kannst du mit deinem Mietwagen über panoramareiche Bergstraßen fahren. Wir beschreiben im Folgenden zunächst drei dieser wunderschönen Routen in Tirol, danach noch zwei weitere Serpentinenstraßen in den Hohen Tauern. Achtung: Die wirklich hochgelegenen Straßen sind in den Wintermonaten gesperrt, da sie nicht schneefrei und eisfrei gehalten werden können. Von den drei Straßen in Tirol ist nur die Kaunertaler Gletscherstraße das ganze Jahr über geöffnet, die anderen beiden sind erst ab Ende Mai oder sogar Anfang Juni wieder befahrbar. Außerdem musst du für diese Straßen eine Gebühr zahlen (siehe die Links zu den jeweiligen Websites).
Silvretta-Hochalpenstraße
Die Silvretta-Hochalpenstraße ist mit ihren gut 22 Kilometern eine der beliebtesten Touristenrouten. Diese Traumstrecke führt von Partenen über den Bielerhöhe-Pass auf gut zweitausend Metern Höhe nach Galtür im Paznauntal, vorbei an zwei Stauseen. Die Straße ist sehr kurvenreich: Es gibt nicht weniger als 34 Haarnadelkurven. Zwischen den Kurven 22 und 23 findest du den idealen Ort für wunderschöne Fotos.
Kaunertaler Gletscherstraße
Im Gegensatz zu den beiden anderen Panoramastraßen in Tirol bleibt die Kaunertaler Gletscherstraße das ganze Jahr über geöffnet. Vom Tal in Feichten, am Gepatschspeicher vorbei bis zum Gletscherrand überwindest du einen Höhenunterschied von fast 1500 Metern. Unterwegs fährst du durch verschiedene alpine Landschaften, von üppig grünen Almwiesen bis hin zum ewigen Schnee.
Ötztaler Gletscherstraße
Auch das Ötztal ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Vor allem der Kontrast zwischen den sanft geschwungenen Wald- und Weinbergen im Tal und den schroffen, schneebedeckten Bergen drumherum macht diese Gegend so schön. Die Ötztaler Gletscherstraße ist eine Sackgasse (du musst also denselben Weg zurückfahren) von Sölden zu zwei Gletschern: dem Rettenbach und dem Tiefenbach. Zu letzterem Gletscher fährst du durch einen fast zwei Kilometer langen Tunnel.
Von Innsbruck aus ist es etwa eine Stunde Fahrt nach Zell am Ziller. Dort beginnt die Gerlos-Straße, die über Haarnadelkurven und am Stausee Durlaßboden vorbei nach Krimml führt. Das ist eine normale öffentliche Straße, für die du nichts bezahlen musst. Wenn du aber zu den Wasserfällen bei Krimml willst, kannst du diese mit dem Mietwagen nur über die Gerlos-Alpenstraße (beachte den Zusatz „Alpen“) erreichen, für die du allerdings tief in die Tasche greifen musst.
Gerlos-Alpenstraße / Krimmler Wasserfälle
Die Gerlos-Alpenstraße ist das ganze Jahr über geöffnet und führt von Krimml zu den Wasserfällen bei diesem Ort. Übrigens kannst du sie schon von allen Parkplätzen entlang dieser 12 Kilometer langen Strecke sehen. Vom letzten Parkplatz aus sind es etwa zehn Minuten zu Fuß zu den Krimmler Wasserfällen, den höchsten Wasserfällen Europas. Das Wasser stürzt in drei Stufen insgesamt 380 Meter in die Tiefe. Am beeindruckendsten sind die Monate mit dem meisten Wasser, Juli und August, aber auch im Winter ist das ein schöner Anblick, wenn das Wasser gefroren ist.
Großglockner-Hochalpenstraße
Die längste (und teuerste) Touristenroute durch die hohen Berge Österreichs ist die Großglockner-Hochalpenstraße. Es ist eine aufregende, 48 Kilometer lange Straße, die wie eine Achterbahn verläuft, mit Ausblicken auf Gletscher, Wasserfälle, bewaldete Hänge, kristallklare Bergseen und hohe Gipfel. Es wird dir schwerfallen, dich auf die Straße zu konzentrieren, aber das musst du auch, denn die Haarnadelkurven erfordern echtes Fahrkönnen. Zuerst fährst du hinauf zum Edelweiß (2571 m), aber die Krönung deiner Tour ist natürlich der Großglockner selbst, mit 3798 Metern der höchste Berg Österreichs.
So schön es auch ist, mit einem Mietwagen über kurvige Straßen durch die Berge zu fahren, musst du ab und zu die Beine ausstrecken, um die Alpenluft einzuatmen und die Natur in vollen Zügen zu genießen. Und was eignet sich dafür besser als der größte Nationalpark Österreichs, Hohe Tauern? Wie der Name schon sagt, besteht die Landschaft unter anderem aus hoch aufragenden Bergen, darunter der Großglockner und der Großvenediger (3.658 m). Bestimmte Teile des Parks sind für Menschen gesperrt, unter anderem um Steinböcke, Gämsen und Alpenmurmeltiere zu schützen. In der Luft siehst du Greifvögel, darunter Gänsegeier, die hier früher ausgestorben waren, aber wieder angesiedelt wurden. Die Hohen Tauern liegen zu beiden Seiten der Straße zwischen Mittersill (wo es ein schönes, interaktives Besucherzentrum gibt) und Lienz.
Von Lienz sind es fast 150 Kilometer bis nach Klagenfurt, aber unterwegs wird es dir bestimmt nicht langweilig. Du kommst unter anderem am Weißensee, am Milstätter See und am Ossiacher See vorbei, und auf den letzten zwanzig Kilometern vor Klagenfurt führt die Straße direkt am Wörthersee entlang. Genug Möglichkeiten, um dich sowohl im Sommer als auch im Winter zu vergnügen. Von Annenheim am Ossiacher See aus kannst du mit der Seilbahn zur Gerlitzen Alpe fahren. Mit dem Mietwagen gelangst du dorthin über eine schmale Straße (im Winter Vorsicht!), die in Bodensdorf beginnt. Einen schönen Blick über den Wörthersee hast du vom hohen Pyramidenkogel aus, einem markanten Holzbauwerk am Südufer des Sees. Die Lifte fahren nicht immer, aber die Treppen sind nicht allzu schwer zu bewältigen.
Eine der großen Attraktionen von Klagenfurt ist Minimindus, das eine riesige Sammlung von Miniaturmodellen berühmter Gebäude aus mehr als fünfzig Ländern beherbergt. Es ist von April bis Oktober geöffnet und liegt direkt neben dem Strandbad am Wörthersee.
Nordöstlich von Klagenfurt liegt die Burg Hochosterwitz, eine der beeindruckendsten mittelalterlichen Burgen Österreichs, vor allem wegen ihrer spektakulären Lage. Sie thront auf einem 172 Meter hohen Dolomitfelsen. Du kannst mit einem Aufzug hinauffahren, aber viel schöner ist der Fußweg, auf dem du durch nicht weniger als vierzehn Tore kommst. An jedem Tor gibt’s eine Erklärung, wie es verteidigt wurde. Die Burg ist vom 1. April bis zum 31. Oktober geöffnet.
Graz ist die zweitgrößte Stadt Österreichs und liegt eineinhalb Autostunden von Klagenfurt entfernt. Genau wie Salzburg hat Graz eine wunderschöne Altstadt mit Gebäuden aus verschiedenen Epochen und in unterschiedlichen architektonischen Stilen. Außerdem hat die Stadt dank der vielen Studenten ein lebhaftes Nachtleben. Vom Schloßbergplatz aus kannst du über 260 Holzstufen zum Schloss auf dem Hügel hinaufsteigen, aber es gibt auch eine kleine Seilbahn und einen Aufzug, die dich nach oben bringen. An der Westseite von Graz liegt das Schloss Eggenberg aus dem 17. Jahrhundert. Das Schloss selbst ist nur in den Sommermonaten geöffnet, aber im großen Park drumherum kannst du das ganze Jahr über spazieren gehen.
Gut fünfzehn Kilometer nördlich von Graz liegt die Lurgrotte, ein komplexes Höhlensystem auf verschiedenen Ebenen mit zwei Eingängen. Auf der Westseite, bei Peggau, fließt der kleine Fluss Schmelz aus der Höhle, auf der Ostseite, bei Semriach, verschwindet der kleine Fluss Lur unter der Erde. Nur bei hohem Wasserstand gibt es eine Verbindung zwischen diesen beiden Flüssen, aber wo genau, weiß niemand. Der interessanteste Zugang befindet sich bei Semriach, wo du etwa zwei Kilometer tief in die Höhle vordringen kannst, bis zu einer riesigen Kammer, die „Großen Dom“ genannt wird. Mit einer Länge von 120 Metern, einer Breite von 80 Metern und einer Höhe von 40 Metern ist dies eine der größten unterirdischen Kammern Mitteleuropas.
Auf dem Weg von Graz nach Wien solltest du unbedingt im Örtchen Semmering einen Abstecher zum berühmten „20-Schilling-Blick“ machen. Seinen Namen verdankt er der Tatsache, dass dieser Aussichtspunkt auf dem österreichischen 20-Schilling-Schein abgebildet war. Du kannst über eine kurvige Straße zwischen den Viadukten der Semmeringbahn fahren, aber noch schöner ist der Aussichtspunkt selbst. Parke deinen Mietwagen dafür am Bahnhof Wolfsbergkogel und gehe über einen bequemen Weg zu diesem legendären Aussichtspunkt. Ebenfalls sehenswert ist ein weiterer Aussichtsturm in der Nähe, die Doppelreiterwarte.
Oben haben wir eine Rundreise von Wien über Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt und Graz zurück in die österreichische Hauptstadt beschrieben. Aber wusstest du, dass du einen Mietwagen auch an einem Ort abholen und an einem anderen wieder abgeben kannst? Das nennt man Einwegmiete und lässt sich ganz einfach organisieren. Du wählst in unserem Suchformular einen anderen Rückgabeort aus und wir zeigen dir nur die Mietwagen an, bei denen das möglich ist – inklusive des eventuellen Aufpreises für eine solche „Einwegmiete“. So kannst du von Wien nach Innsbruck fahren (oder umgekehrt) oder jede andere Kombination aus zwei Städten wählen, die dir am besten passt.
Um auf den österreichischen Autobahnen fahren zu dürfen, brauchst du eine Mautvignette. Ein Mietwagen, den du in Österreich abholst, wird höchstwahrscheinlich bereits mit einer Mautvignette ausgestattet sein, da das Mieten eines Autos ohne eine solche Vignette deine Bewegungsfreiheit stark einschränken würde. Zur Sicherheit solltest du das aber noch kurz beim Autovermieter nachfragen. Neben der Vignette wird auf einigen Straßenabschnitten, den sogenannten Sondermautstrecken, eine separate Maut erhoben. Diese Gebühr gilt für etwa sechs Tunnel in den Alpen und auf dem Brennerpass.
Außerdem musst du für einige beliebte Touristenrouten bezahlen. Das ist offiziell keine Maut, sondern eine „Zugangsgebühr“, die in manchen Fällen ziemlich hoch ist. Den höchsten Tarif zahlst du für die Fahrt auf der Großglockner-Hochalpenstraße.
Welche Versicherung sollte ich wählen und was hat es mit der Kaution auf sich? Lesen Sie unsere Artikel mit nützlichen Informationen und Tipps, um sicherzustellen, dass Sie sich für den richtigen Mietwagen entscheiden.