Blaue Mauern, die in der Morgensonne leuchten, der Duft von Nelken und Safran, der aus einem Souk herüberweht, und orangefarbener Dünensand, so weit das Auge reicht. Ein Roadtrip durch Marokko mit einem Mietwagen beschränkt sich nicht auf ein einziges Bild des Landes, sondern reiht sie alle aneinander. Wenn du ein Auto mietest, entscheidest du selbst, wo du anhältst – sei es für einen Minztee, einen Aussichtspunkt, einen kleinen Markt oder ein Dorf am Straßenrand. In 10 bis 14 Tagen legst du eine Route ab, die dich durch Marrakesch, die Sahara, die Kaiserstadt Fès und die blaue Stadt Chefchaouen führt – durch ein Land, das für Erstbesucher überraschend zugänglich ist.
Marokko eignet sich hervorragend für einen Herbsturlaub und als Reiseziel für Wintersonne: Im Süden sind die Winter relativ mild, während du im Frühjahr und Herbst bequem durch das Landesinnere reisen kannst.
Ein Mietwagen ist in Marokko nicht nur praktisch: Erst mit einem eigenen Fahrzeug eröffnet sich dir das Land wirklich. Drei konkrete Vorteile:
Auf einer einzigen Route fährst du von den engen Gassen der Medina von Marrakesch über die Gebirgspässe des Atlas, vorbei an den Dünen der Sahara, durch grüne Palmenoasen bis zur Atlantikküste. Öffentliche Verkehrsmittel erreichen zwar die großen Städte und die Küste, aber das Landesinnere, die Kasbahs, die Gebirgspässe und die Schluchten bleiben dir damit verwehrt.
Mit dem eigenen Auto hältst du an, wo du willst: in einem Berberdorf, bei einer Argan-Kooperative am Straßenrand, auf einem lokalen Markt oder in einer kleinen Kasbah, wo Touristen selten sind. Das führt zu spontanen Begegnungen, die dir eine Gruppenreise mit festen Haltestellen niemals bieten kann. Außerdem reist du in deinem eigenen Tempo: Du bleibst länger, wenn dich ein Ort überrascht, und fährst weiter, wenn du genug gesehen hast.
Benzin, Hotels und Essen kosten in Marokko nur einen Bruchteil dessen, was du in Südeuropa bezahlst, und auch ein Mietwagen ist dort in der Nebensaison günstig. Marokko ist in der Regel deutlich erschwinglicher als die meisten Reiseziele in West- oder Südeuropa. Die Währung ist der Dirham – schau dir den aktuellen Wechselkurs des marokkanischen Dirhams (MAD) gegenüber verschiedenen Währungen an.
| Stopp | Grund | Entfernung * | Tage | Höhepunkte |
|---|---|---|---|---|
| Marrakesch | Rote Medina und Souks | -- | 2–3 | Djemaa el Fna, Medina, Gärten |
| Aït-Ben-Haddou | legendäre Kasbah (UNESCO) | 190 km | 0,5 | Kasbah-Ksar, Drehort |
| Ouarzazate + Dadès-Tal | Kasbahs und spektakuläre Täler | 30 km | 2 | Atlas Studios, Hunderte von Kasbahs |
| Todra-Schlucht | Dramatische Bergschlucht | 175 km | 0,5 | 300 m hohe, steile Felswände |
| Merzouga + Erg Chebbi | Sahara-Erlebnis | 200 km | 1–2 | Orangefarbene Dünen, Sonnenuntergang, Wüstencamp |
| Fès | Historische Königsstadt | 475 km | 2 | Gerbereien, Souks, Paläste |
| Chefchaouen | Die blaue Stadt | 200 km | 1–2 | Blaue Häuser und Straßen, Rif-Gebirge |
| Casablanca | Moderne Küstenmetropole | 340 km | 1 | Hassan-II.-Moschee, Atlantikküste |
* Entfernung zum vorherigen Halt. Je nach gewählter Route und Zwischenstopps können die Entfernungen variieren. Rechne für die gesamte Rundreise mit 1700–2000 Kilometern.
Starte deinen Roadtrip damit, dich in der Medina zu verlaufen, in den Souks zu feilschen und auf einer Dachterrasse Tee zu trinken.
Marrakesch ist Chaos und Charme zugleich: Der zentrale Platz Djemaa el Fna füllt sich abends mit Schlangenbeschwörern, Geschichtenerzählern, Akrobaten und Ständen voller gegrilltem Fleisch und frischem Orangensaft. Tagsüber verlierst du dich mühelos in den Souks, wo verschiedene Düfte, gewebte Teppiche und Kupferwaren um deine Aufmerksamkeit buhlen. Le Jardin Secret, mitten in der Medina, ist eine Oase der Ruhe inmitten des Trubels und weitaus weniger überlaufen als der bekanntere Majorelle-Garten.
Empfohlene Aufenthaltsdauer: Rechne mit 2–3 Tagen, um die Stadt wirklich zu erleben.
Parken: Hol deinen Mietwagen in Marrakesch erst ab, wenn du losfährst, denn das Fahren und Parken in der Altstadt trägt kaum zum Reiseerlebnis bei (die engen Gassen sind ohnehin nicht befahrbar). Kommst du aus Casablanca? Dann parke deinen Mietwagen auf einem bewachten Parkplatz rund um die Medina, zum Beispiel direkt neben der Koutoubia-Moschee.
Fahrstrecke: Die Entfernung nach Aït Benhaddou beträgt etwa 190 Kilometer, über den spektakulären Gebirgspass Tizi n’Tichka. Rechne mit 4 bis 5 Stunden Fahrtzeit.
Brauchst du noch mehr Inspiration? Lies „5 Tagesausflüge + 2 Rundreisen ab Marrakesch“.
Ein ummauertes Lehmfestungsdorf, das du sofort erkennst, auch wenn du noch nie davon gehört hast.
Aït-Ben-Haddou steht auf der UNESCO-Welterbeliste und ist einer der meistgefilmten Orte Afrikas. Hier wurden Produktionen wie „Gladiator“ und „Game of Thrones“ gedreht, neben Dutzenden anderer Filme. Die aneinander gereihten Lehm-Kasbahs sind durch schmale Gassen verbunden und wirken, als wäre die Zeit hier stehen geblieben. Nimm dir unbedingt die Zeit, zum höchsten Punkt zu laufen, um einen fantastischen Blick über das Ounila-Tal und die dahinter liegende Wüste zu genießen.
Empfohlene Dauer: Ein Besuch dauert nicht länger als 1 bis 2 Stunden, also verbinde diesen Stopp am selben Tag mit einem Besuch in Ouarzazate.
Parken: am Rande des Dorfes; den historischen Teil erkundest du zu Fuß.
Fahrstrecke: Nach Ouarzazate sind es etwa 30 Kilometer (45 Minuten) Fahrt.
Das „Hollywood Marokkos“ und eine Landschaft aus Kasbahs, roten Felsen und tiefen Tälern.
Ouarzazate verdankt seinen Spitznamen den Atlas Studios, einem der größten Filmstudios der Welt, in denen unter anderem Kulissen aus „Gladiator“ und „Kingdom of Heaven“ zu sehen sind. Von hier aus fährst du ins Dadès-Tal: eine Straße, die sich durch eine Schlucht schlängelt, vorbei an über hundert Kasbahs, roten Felsformationen, die immer dramatischer werden, und erfrischenden grünen Palmenoasen. Mach unterwegs Halt bei einer der lokalen Webereien oder im Vallée des Roses bei Kelaât M’Gouna, das für sein Rosenwasser berühmt ist.
Empfohlene Dauer: Nimm dir auf jeden Fall 2 Tage Zeit, um sowohl die Studios als auch das Tal in Ruhe zu erkunden.
Parken: ganz einfach sowohl bei den Sehenswürdigkeiten als auch bei den Unterkünften.
Fahrstrecke: Das Dadès-Tal führt bereits teilweise in Richtung Todra-Schlucht: Von Ouarzazate nach Boumalne Dadès (wo der engste Teil des Tals beginnt) beträgt die Entfernung 125 Kilometer. Die spektakulärste Strecke beginnt dort und ist etwa 60 Kilometer lang. Du musst zurück nach Boumalne Dadès fahren, um nach Tinghir zu gelangen (50 Kilometer). Die Todra-Schlucht liegt direkt nördlich dieser Kleinstadt.
Wandern zwischen gigantischen, 300 Meter hohen Kalksteinfelsen.
Die Todra-Schlucht (auch Todgha-Schlucht genannt) ist eines der spektakulärsten Naturwunder Marokkos: eine schmale, tiefe Schlucht, in der die Felswände zu beiden Seiten fast senkrecht emporragen. Du kannst mit dem Auto durch die Schlucht fahren, aber das beste Erlebnis hast du, wenn du deinen Mietwagen parkst und durch den schmalen Teil der Schlucht wanderst. Trink unterwegs einen Minztee in einem der Berber-Cafés. Kletterer aus aller Welt kommen wegen der Felswände hierher; für den durchschnittlichen Reisenden ist schon ein kurzer Spaziergang beeindruckend genug. Am besten fährst du früh am Morgen hin, bevor die Touristenbusse eintreffen.
Empfohlene Dauer: 0,5 Tage.
Parken: Am Eingang der engen Schlucht gibt es ausreichend Parkplätze.
Fahrstrecke: Von Tinghir nach Merzouga sind es etwa 200 Kilometer (3 Stunden) Fahrt.
Orangefarbene Sanddünen, bis zu 150 Meter hoch, und ein Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung.
Für die meisten Reisenden ist das der absolute Höhepunkt der Route. Bei Merzouga liegen die Dünen von Erg Chebbi, die am besten zugänglichen Sahara-Dünen Marokkos. Ein Kamelritt bei Sonnenuntergang, gefolgt von einer Übernachtung in einem luxuriösen Wüstenzelt mit traditioneller Berbermusik am Lagerfeuer, ist ein Erlebnis, das du so schnell nicht vergisst. Wer früh aufsteht, erlebt den Sonnenaufgang über den Dünen – ein Moment, der das frühe Aufstehen mehr als wert ist.
Empfohlene Dauer: 2 Tage (inkl. 1 Nacht in einem Wüstencamp).
Parken: Befolge die Anweisungen deiner Unterkunft, wo du den Mietwagen sicher abstellen kannst. Fahre nicht selbst mit einem normalen Mietwagen in die Sanddünen.
Fahrstrecke: Von Merzouga nach Fès ist es eine lange Strecke, etwa 475 Kilometer – rechne mit mindestens 8 Stunden Fahrt. Die Straße führt vorbei an den Palmenoasen des Ziz-Tals, der Blauen Quelle von Errachidia und den Zedernwäldern bei Azrou (wo Berberaffen leben). Zieh einen Zwischenstopp im Apfelstädtchen Midelt in Betracht (260 Kilometer von Merzouga entfernt).
Verliere dich in den Gassen von Fez el-Bali zwischen jahrhundertealten Stadttoren, Werkstätten, Gerbereien und duftenden Souks.
Fez el-Bali, die alte Medina von Fez, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als eines der größten autofreien Stadtzentren der Welt, in dem Esel noch immer als Transportmittel dienen. Die berühmten Gerbereien, in denen Häute auf traditionelle Weise in bunten Bottichen gefärbt werden, bieten ein beeindruckendes Schauspiel; frag am Eingang nach einem Minzzweig – ein lokaler Trick gegen den starken Geruch. Besuche auch die Königspaläste und die Universität Al-Qarawiyyin, eine der ältesten noch bestehenden Bildungseinrichtungen der Welt.
Empfohlene Aufenthaltsdauer: Nimm dir mindestens 2 Tage Zeit, damit du diese faszinierende Stadt nicht nur als kurzen Zwischenstopp behandelst.
Parken: Fahre mit deinem Mietwagen zu einem der bewachten Parkplätze: am Stadttor Bab Jdid oder auf dem Parkplatz Ain Azleten an der Nordseite der Altstadt.
Fahrstrecke: Die Entfernung von Fès nach Chefchaouen beträgt etwa 200 Kilometer, das letzte Stück führt quer durch das wunderschöne Rif-Gebirge. Rechne mit mindestens 4 Stunden Fahrzeit. Überlege dir, zuerst nach Meknès zu fahren, um auch diese Königsstadt zu besuchen.
Jede Mauer, jede Tür und jede Treppe in einem anderen Blauton, vor dem Grün der Berge.
Chefchaouen liegt versteckt im Rif-Gebirge und ist berühmt für seine blau gestrichene Medina – eine Tradition, die der Überlieferung nach einst als symbolischer Verweis auf den Himmel begann. Die Stadt ist kleiner und ruhiger als Marrakesch oder Fès – ideal, um gemächlich durch die Gassen zu schlendern, Fotos zu machen und kleine lokale Kunsthandwerksläden zu besuchen. Steig hinauf zur spanischen Moschee außerhalb des Stadtzentrums, um einen tollen Blick auf die blaue Stadt und die umliegenden grünen Berge zu genießen.
Empfohlene Dauer: 1–2 Tage
Parken: Es gibt verschiedene Parkplätze rund um die Altstadt und auch ein kleines Parkhaus (Parking Jour et Nuit), dessen Bewertungen jedoch gemischt ausfallen.
Fahrstrecke: Von Chefchaouen nach Casablanca sind es 340 Kilometer (5 Stunden) Fahrt.
Beende deinen Roadtrip durch Marokko am Meer mit der Hassan-II.-Moschee und der modernen Seite des Landes.
Casablanca ist weniger märchenhaft als Marrakesch oder Chefchaouen, aber gerade deshalb ein interessanter Abschluss. Die Stadt zeigt das moderne Marokko: breite Boulevards, moderne Stadtviertel und eine lebhafte Küste. Das absolute Highlight ist die Hassan-II.-Moschee, die spektakulär am Atlantik liegt. Die riesige Moschee hat ein 210 Meter hohes Minarett, das zweithöchste der Welt. Nicht-Muslime können die Moschee im Rahmen einer Führung besichtigen – eine einzigartige Gelegenheit, das imposante Innere zu sehen.
Empfohlene Dauer: 1 Tag
Parken: Die Parkhäuser unter der Place Rachidi und der Place Mohammed V sind perfekt gelegen, aber wenn Casablanca das Endziel deiner Reise ist, solltest du lieber erst den Mietwagen abgeben und dann die Stadt besichtigen.
Fahrstrecke: Über die mautpflichtige A3 fährst du in 3 Stunden von Casablanca nach Marrakesch (240 Kilometer).
Anstelle von Marrakesch kannst du natürlich auch Casablanca als Start- und Endpunkt deiner Route wählen: Buch dir einen Mietwagen in Casablanca. Und da kommt unser Blog über einen marokkanischen Roadtrip ab Casablanca gerade recht.
Warum nicht ein Auto für eine sogenannte Einwegmiete mieten? Dabei kannst du den Mietwagen an einem Ort abholen und an einem anderen Ort zurückgeben. Marrakesch und Tanger zu kombinieren, ist sehr üblich. Du zahlst dafür einen sogenannten Einwegzuschlag, musst aber nicht zum Ausgangspunkt zurückfahren – das spart Kosten und Zeit!
Erkunde das weiß getünchte Labyrinth der Kasbah und verliere dich in den verwinkelten Gassen der Medina, wo sich der Duft von Jasmin mit dem von frischem Brot vermischt. Genieße eine Tasse Minztee auf dem gemütlichen kleinen Platz Petit Socco, einst ein Treffpunkt für Hemingway, Picasso und Bowles. Fahre zum Leuchtturm von Cap Spartel (14 Kilometer westlich von Tanger), um einen fantastischen Blick auf den Atlantik und die Straße von Gibraltar zu genießen.
Empfohlene Dauer: 2 Tage, um Tanger richtig zu erleben.
Parken: Stell deinen Mietwagen in einem der Parkhäuser rund um die Medina ab, da du auf Parkplätzen oft von inoffiziellen „Parkwächtern“ belästigt wirst. Wenn Tanger dein Endziel ist, solltest du den Mietwagen besser zuerst abgeben.
Fahrstrecke: Von Chefchaouen nach Tanger fährst du auf der N2 etwa 120 Kilometer (2 Stunden) durch bergiges Gebiet.
Möchtest du die Strecke in umgekehrter Richtung fahren? Dann buchst du natürlich einen Mietwagen in Tanger.
Für alle, die zum ersten Mal in Marokko Auto fahren, ist das hier die Übersicht, die du wirklich brauchst.
Offiziell ist ein internationaler Führerschein nicht erforderlich, wenn du in Marokko ein Auto mietest, aber viele Vermieter legen ihre eigenen Bedingungen fest und verlangen ihn trotzdem. Wir empfehlen dir daher, zusätzlich zu deinem normalen Führerschein einen internationalen Führerschein mitzunehmen. Manche Unternehmen geben dir den Mietwagen einfach nicht, wenn du keinen internationalen Führerschein vorweisen kannst.
In Marokko fährt man rechts. Verkehrsschilder sind zweisprachig: Arabisch und Französisch. Die Höchstgeschwindigkeiten betragen 60 km/h innerorts, 100 km/h außerhalb von Ortschaften und 120 km/h auf der Autobahn (Autoroute). Die Straßennummer ist meist nicht auf den Wegweisern angegeben, wohl aber auf den Kilometersteinen. Sicherheitsgurte sind für alle Insassen Pflicht, auch auf den Rücksitzen.
In der Nähe von Städten und auf wichtigen Verkehrsadern gibt es oft Polizeikontrollen. Halte deinen Reisepass, Führerschein (einschließlich des internationalen) und Mietvertrag griffbereit. Stelle außerdem sicher, dass du die Fahrzeugpapiere vorzeigen kannst. Bleib höflich und kooperativ; es handelt sich um eine Routinekontrolle und kein Anzeichen für Probleme.
Marokko ist für Touristen im Allgemeinen sicher und verfügt über eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur. Vermeide es, nachts außerhalb der Städte zu fahren: Vieh auf der Straße und schlechte Straßenbeleuchtung stellen ein echtes Risiko dar. Auch Motorroller, Eselskarren und Ziegen mischen sich ungehindert in den Verkehr ein. Defensives Fahren ist daher die Regel, nicht die Ausnahme.
Wenn du alleine oder zu zweit eine Rundreise durch Marokko machst, reicht meist ein Mini oder ein Economy-Modell aus. Achte bei der Wahl der Fahrzeugklasse vor allem auf den Kofferraum: Für eine vierköpfige Familie mit Koffern für 10–14 Tage ist ein Mietwagen der Mittelklasse oft komfortabler als ein Kleinwagen.
Möchtest du kleine Bergstraßen, abgelegene Dörfer oder unbefestigte Zufahrtswege erkunden, zum Beispiel im Anti-Atlas oder im Aït-Bougmez-Tal? Dann ist ein SUV oder Crossover mit mehr Bodenfreiheit die bessere Wahl. Achte aber auf die Mietbedingungen: Viele Vermieter verbieten das Befahren unbefestigter Straßen, auch wenn du einen SUV mietest.
Was den Kraftstoff angeht, lohnt es sich, Diesel in Betracht zu ziehen: Diesel ist in Marokko günstiger als Benzin und Dieselmotoren sind auf langen Strecken in der Regel sparsamer, was sich bei einer solchen Route schnell im Geldbeutel bemerkbar macht.
Reist du mit Kindern? Reserviere einen passenden Kindersitz oder Babysitz im Voraus, gleich bei der Buchung deines Mietwagens in Marokko, und warte damit nicht, bis du am Schalter stehst. Das kommt dich dann meistens teurer zu stehen – oder schlimmer noch: Es sind keine Sitze mehr verfügbar.
Marokko ist kein teures Reiseziel für einen Roadtrip und die Preise für Mietwagen bleiben das ganze Jahr über ziemlich stabil, mit einem leichten Anstieg in der Hochsaison (März–Mai und Oktober–November). Vergleiche übrigens nicht nur den Preis, sondern auch die Höhe der Kaution, das Kilometerkontingent, die Tankregelung und eventuelle Zuschläge. Am besten buchst du einen Mietwagen 6 bis 8 Wochen im Voraus, um eine große Auswahl und Verfügbarkeit zu haben.
Die Routes nationales sind kostenlos, aber auf allen Autoroutes (Autobahnen) wird Maut erhoben. Diese bezahlst du bar oder mit Kreditkarte, da Mietwagen in Marokko nicht mit einem elektronischen Mautgerät ausgestattet sind. Die aktuellen Mauttarife findest du auf der Website von Autoroutes du Maroc. Das Parken kostet in touristischen Städten nur wenige Dirham pro Stunde. Rechne außerdem mit Kosten für Ausflüge, wie zum Beispiel ein Wüstencamp oder eine Geländewagentour im Erg Chebbi.
Die beste Reisezeit ist September–November (lässt sich gut mit den Herbstferien kombinieren) und März–Mai (das Frühlingsfenster). Vermeide Juli und August: Im Landesinneren und in der Sahara steigen die Temperaturen dann auf über 40 °C. Dezember bis Februar ist hingegen interessant, wenn du Marokko als Winterreiseziel mit einem Roadtrip kombinieren möchtest; in Bergregionen können die Nächte allerdings kalt sein.
Lies auch unseren Ratgeber zum besten Zeitpunkt für einen Mietwagen.
Ja, Marokko gilt als eines der sichereren Länder Afrikas und verfügt über eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur. Das Autofahren erfordert mehr Aufmerksamkeit, als du vielleicht gewohnt bist. Vermeide es, nachts außerhalb der Städte zu fahren, lass keine Wertsachen sichtbar im Auto liegen und achte besonders auf Tiere, Eselskarren und Fußgänger. Bleib bei Polizeikontrollen immer höflich.
Für die oben beschriebene Route (Marrakesch–Sahara–Fès–Chefchaouen–Casablanca) solltest du am besten mindestens 10 Tage einplanen. Vierzehn Tage sind angenehmer und bieten Spielraum für längere Zwischenstopps, eine zusätzliche Nacht in der Sahara oder einen Abstecher an die Atlantikküste. Bei weniger als 10 Tagen wird die Route aufgrund der langen Fahrzeiten schnell zu anstrengend.
Das hängt davon ab, welches Land deinen Führerschein ausgestellt hat, und offiziell ist das für viele Länder nicht vorgeschrieben. Aber fast alle Autovermieter in Marokko legen ihre eigenen Bedingungen fest und verlangen ihn oft. Nimm immer deinen originalen, gültigen Führerschein UND den internationalen Führerschein mit, denn dieser ist kein Ersatz für deinen nationalen Führerschein.
Auf jeden Fall, Marokko ist im Allgemeinen sehr kinderfreundlich. Beachte aber, dass kleine Kinder besonders hitzeempfindlich sind; für Kinder unter 5 Jahren wird ein Ausflug in die Sahara nicht empfohlen. Eine Familienroute, die zum Beispiel über Marrakesch, das Atlasgebirge, Essaouira und Chefchaouen führt, eignet sich gut für Kinder von 6 bis 12 Jahren. In Marokko sind spezielle Kindersitze für Kinder unter 150 cm vorgeschrieben. Besorg dir so einen Kinder- oder Babysitz gleich bei der Buchung deines Mietwagens.
Für eine Rundreise durch das Landesinnere sind März–Mai und September–November in der Regel am angenehmsten. Im Sommer kann es im Landesinneren und in der Sahara sehr heiß werden. Der Winter ist interessant für eine Kombination aus Kultur, Städten und Wintersonne, aber im Hohen Atlas und anderen Bergregionen können die Temperaturen stark sinken. Plane deine Reise also entsprechend den Regionen, die du besuchen möchtest.
Meistens nicht. Die meisten Autovermieter in Marokko erlauben es nicht, mit dem Mietwagen die Grenze zu überqueren, und wenn doch, dann oft nur für die spanischen Enklaven Ceuta oder Melilla. Wenn du Spanien und Marokko kombinieren möchtest, miete zwei separate Autos: eines in Spanien und ein zweites Mietauto in Tanger für den marokkanischen Teil.
Nur wenige Länder zeigen dir in so wenigen Tagen so viele verschiedene Welten wie Marokko. An einem Morgen schlendere du durch den nach Nelken duftenden Souk, am selben Abend blickst du über Sanddünen, die sich im letzten Sonnenlicht verfärben, und ein paar Tage später spazierst du zwischen den blauen Mauern von Chefchaouen. Keine organisierte Tour gibt dir die Freiheit, selbst zu entscheiden, welche Sehenswürdigkeiten in Marokko dir die Mühe wert sind, wo du länger verweilst und wo du einfach weiterfährst. Genau deshalb funktioniert eine Rundreise mit einem Mietwagen in Marokko so gut.
Herbst und Winter sind ideal. Von September bis November hat sich das Landesinnere gerade auf angenehme 20–25 °C abgekühlt, und Marokko ist die perfekte Wahl, um deinen Herbsturlaub zu verbringen. Im Winter bleibt es in weiten Teilen des Landes mild, nur nachts im Atlasgebirge wird es etwas kühl, aber du kannst die Wintersonne in vollen Zügen genießen. Der Badeort Agadir ist dann ein perfekter Ausgangspunkt für Roadtrips in Südmarokko.
Vergleiche bei EasyTerra ganz einfach die Preise verschiedener Anbieter und buche noch heute deinen Mietwagen in Marokko.
Lust auf einen Herbst-Roadtrip näher an der Heimat? In Europa hat der Herbst seinen ganz eigenen Zauber: bunte Wälder, ruhige Straßen und eine angenehme Atmosphäre auf den Terrassen. Unsere Tipps fürs Fahren im Herbst helfen dir, die schönsten Routen zu finden und sicher in dieser Jahreszeit unterwegs zu sein.
Welche Versicherung sollte ich wählen und was hat es mit der Kaution auf sich? Lesen Sie unsere Artikel mit nützlichen Informationen und Tipps, um sicherzustellen, dass Sie sich für den richtigen Mietwagen entscheiden.