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3. August 2026

Belgien: die schönsten Städte und atemberaubende Natur

Entdecke mit einem Mietwagen, worin dieses kleine Land groß ist

Die belgische Hauptstadt Brüssel ist nicht nur ein tolles Ziel für einen Städtetrip, sondern auch der perfekte Ausgangspunkt für Tagesausflüge oder eine Rundreise durch Belgien. Die Stadt liegt nämlich sehr zentral im Land und Ziele in alle Himmelsrichtungen sind mit einem Mietwagen innerhalb weniger Stunden zu erreichen. Brüssel liegt fast genau an der Sprachgrenze zwischen dem niederländischsprachigen Flandern und dem französischsprachigen Wallonien. Die Stadt selbst ist offiziell zweisprachig, aber Französisch dominiert dort.

Brügge, Belgien.
(Foto: https://pixabay.com/users/jonathan-smit-11647841/)

Belgien ist klein, aber überraschend vielseitig: historische Städtchen, von denen jedes seine eigene Atmosphäre hat, breite Sandstrände und mondäne Badeorte an der Nordseeküste sowie Naturschutzgebiete in den Hoge Kempen und den Ardennen. In Brüssel kannst du am nationalen Flughafen Zaventem ein Auto mieten, aber wenn du zuerst die belgische Hauptstadt erkunden möchtest, solltest du dir lieber direkt in der Stadt selbst einen Mietwagen reservieren, zum Beispiel am Bahnhof Brüssel-Süd.

Brüssel

Die reich verzierten Zunfthäuser am Grote Markt in Brüssel.
Die reich verzierten Zunfthäuser am Grote Markt in Brüssel. (Foto: https://unsplash.com/@danialkalbasi)

Wenn man „Brüssel“ sagt, denkt man an die Europäische Union und hat sofort dieses langweilige Hauptquartier vor Augen. Aber du solltest wissen, dass Brüssel viel mehr ist als die „Hauptstadt Europas“ und ein historisches Zentrum hat, das vor allem sehr gemütlich ist.

Das Herz der Stadt ist der Grote Markt, umgeben von den wunderschön verzierten Fassaden mittelalterlicher Zunfthäuser und dem Rathaus mit seinem hohen Turm. Das ist der perfekte Ort, um auf einer der Terrassen ein belgisches Bier zu genießen. Ganz in der Nähe steht die berühmteste Statue Brüssels, die übrigens nur 65 Zentimeter hoch ist: Manneken Pis.

Auch das ist Brüssel: die supergemütliche Rollebeekstraat mit ihren Cafés und Terrassen.
Auch das ist Brüssel: die supergemütliche Rollebeekstraat mit ihren Cafés und Terrassen. (Foto: https://unsplash.com/@flickch)

Der Flohmarkt auf dem Vossenplein wird oft als absolutes Muss angepriesen, hat aber viel von seinem Charme verloren. Die kleinen Läden in den umliegenden Gassen sind aber auf jeden Fall einen Besuch wert. Zwischen dem riesigen Justizpalast und dem Königspalast liegt das schicke Viertel Zavel (Sablon), wo jedes Wochenende ein Antiquitätenmarkt auf dem Platz vor der Kirche „Grote Zavel“ mit ihren wunderschönen Buntglasfenstern stattfindet. Der Platz ist umgeben von unzähligen Restaurants, Cafés und berühmten belgischen Chocolaterien. Die Saint-Hubert-Galerien bilden einen Komplex aus drei glasüberdachten Einkaufspassagen im Zentrum von Brüssel.

Eine der blinden Wände in Brüssel, die mit einer Comiczeichnung verschönert wurde.
Eine der blinden Wände in Brüssel, die mit einer Comiczeichnung verschönert wurde. (Foto: https://unsplash.com/@asantalla)

Als Geburtsort von unter anderem Tim und Struppi, Lucky Luke und den Schlümpfen würdigt Brüssel die Comic-Kunst. Es gibt einen speziellen Comic-Rundgang entlang von Wänden, die mit (oft lustigen) Zeichnungen verziert sind. Echte Fans besuchen auch das Comic-Museum. Das Halle-Tor ist das einzige erhaltene mittelalterliche Stadttor der Stadt und beherbergt eine beeindruckende Sammlung antiker Waffen.

Das Hallepoort ist ein Stadttor aus dem 14. Jahrhundert.
Das Hallepoort ist ein Stadttor aus dem 14. Jahrhundert. (Foto: https://unsplash.com/@jeanlucbe)

An Museen mangelt es in Brüssel nicht. Unter dem Dach der Königlichen Museen der Schönen Künste sind verschiedene Einrichtungen zusammengefasst, wie zum Beispiel das Oldmasters Museum, das der Malerei vom 15. bis zum 18. Jahrhundert gewidmet ist, und das Magritte-Museum mit surrealistischen Werken.

Mechelen

Die St.-Rombout-Kathedrale in Mechelen, im Vordergrund die folkloristische Figur Opsinjoorke.
Die St.-Rombout-Kathedrale in Mechelen, im Vordergrund die folkloristische Figur Opsinjoorke.

Mechelen wird von vielen Leuten übersehen, aber es ist wirklich eine schöne Stadt für einen Ausflug, nur eine halbe Stunde Fahrt von Brüssel entfernt. Du kannst deinen Mietwagen in einem der Parkhäuser rund um das Zentrum abstellen. Du kannst sogar unter dem Grote Markt parken, aber dort zahlst du den Höchstpreis. Dafür bist du dann direkt bei der St .-Rombout-Kathedrale, deren Bau im 13. Jahrhundert begann, aber erst zwei Jahrhunderte später fertiggestellt wurde. „Fertiggestellt“ kann man das Bauwerk eigentlich nicht nennen: Der Turm sollte 167 Meter hoch werden, doch bei 97 Metern wurde der Bau aus Geldmangel eingestellt. Nach genau 538 Stufen hast du von der Spitze aus einen herrlichen Blick über die Stadt.

Drei mittelalterliche Häuser an der Haverwerf in Mechelen.
Drei mittelalterliche Häuser an der Haverwerf in Mechelen. Von links nach rechts: Sint-Jozef, das Holzhaus „De Duiveltjes“ und „’t Paradijske“.

Die Stadt hat ein wunderschönes historisches Zentrum, dessen Highlight die drei Häuser aus dem 16. Jahrhundert an der Haverwerf sind. Ein echtes Highlight ist der Hörspaziergang durch Mechelen, bei dem du durch ein Holzhorn Gespräche zwischen Honoratioren, Arbeitern, Beginen, Gefangenen und anderen Figuren aus dem 15. Jahrhundert mithören kannst. Mechelen war damals ein blühender, unabhängiger Kleinstaat mit burgundischem Flair. Das spiegelt sich heute in der großen Anzahl hervorragender Restaurants in der Stadt wider.

Antwerpen

Der Grote Markt mit dem Brabo-Brunnen in Antwerpen.
Der Grote Markt mit dem Brabo-Brunnen in Antwerpen. (Foto: https://unsplash.com/@markuswinkler)

Wenn du mit deinem Mietwagen nach Antwerpen fährst und nach einem Parkplatz suchst, solltest du wissen, dass es Touristen verboten ist, in der Altstadt auf der Straße zu parken. Such dir also lieber eines der Parkhäuser in oder um die Altstadt herum. Etwas weiter vom Stadtzentrum entfernt, aber in der Nähe von Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs, gibt es neun Park-&-Ride-Plätze und Parkhäuser.

Auch in Antwerpen ist der Grote Markt mit der Statue von Brabo, der eine Hand ausstreckt, das Herz der Stadt. Der Legende nach soll die Stadt nach dieser Geste benannt worden sein. Ganz in der Nähe steht die imposante gotische Liebfrauenkathedrale mit einem 123 Meter hohen Turm. Hier siehst du unter anderem Werke von Peter Paul Rubens, der auch ein eigenes Museum im Rubenshaus hat. Das liegt ganz in der Nähe der Meir, der bekanntesten Einkaufsstraße Antwerpens, auch wenn die Einwohner selbst dort nicht so schnell ihre neue Kleidung kaufen würden. Die gehen lieber ins Modeviertel, in der Gegend der Kloosterstraat, wo du auch viele Läden mit Einrichtungsartikeln findest.

Auch wenn du nicht mit dem Zug fährst, musst du ihn dir unbedingt ansehen: den Antwerpener Hauptbahnhof.
Auch wenn du nicht mit dem Zug fährst, musst du dir das unbedingt ansehen: den Antwerpener Hauptbahnhof. (Foto: https://unsplash.com/@kommumikation)

Das Zentrum von Antwerpen strotzt nur so vor wunderschöner Architektur. Ganz in die Atmosphäre des Mittelalters versetzt wirst du im Vlaeykensgang zwischen der Hoogstraat, dem Oude Koornmarkt und der Pelgrimsstraat. Es ist eine versteckte Gasse, an der man leicht vorbeiläuft. Der Antwerpener Hauptbahnhof ist nicht nur ein Ort, um ein Auto zu mieten oder den Zug zu nehmen – das Gebäude selbst ist ein architektonisches Meisterwerk. Der Bahnhof liegt am Rande des Diamantviertels, wo du nicht nur Diamanten, sondern auch Gold und Schmuck kaufen kannst.

Das „Zuid“ ist ein trendiges Viertel, in dem Ausgehen, Kultur und Shopping Hand in Hand gehen. Dort findest du hippe Boutiquen am Vlaamsekaai und am Waalsekaai, gleich drei Museen (FotoMuseum, Museum für zeitgenössische Kunst, Königliches Museum der Schönen Künste) sowie unzählige Cafés, Bars und Restaurants.

Entlang der Schelde

Fahre mit deinem Mietwagen nicht direkt von Antwerpen nach Gent, sondern nimm die schöne, romantische Route entlang der Schelde. Das Einzugsgebiet dieses Flusses und seiner Nebenflüsse gehört zum Nationalpark Scheldetal. Wusstest du, dass der Rhythmus von Ebbe und Flut hier sehr prägend ist? Das sorgt für eine ganz besondere Landschaft aus Watt und Salzwiesen und zieht Tiere wie Otter und verschiedene Vogelarten an, darunter den Löffler.

Das Schloss von Laarne im Scheldetal.
Das Schloss von Laarne im Scheldetal. (Foto: https://pixabay.com/users/mariagodfrida-1297734/)

Unterwegs kommst du an mehreren Schlössern vorbei. Das erste ist die Wasserburg Wissekerke, mitten in den Poldern von Kruibeke. In Bornem steht das noch immer bewohnte Schloss Marnix de Sainte Aldegonde, das auch in einem Disney-Märchen nicht fehl am Platz wäre. Kein Schloss, aber eine wunderschöne historische Festungsstadt ist Dendermonde, dort, wo die Dender in die Schelde mündet. Das Schloss von Laarne ist eine der schönsten und am besten erhaltenen Wasserburgen Belgiens. Hier kannst du mehr über die Hexenverfolgungen im 17. Jahrhundert erfahren.

Gent

Das imposante Schloss Gravensteen in Gent.
Das imposante Schloss Gravensteen in Gent. (Foto: https://unsplash.com/@geertwil)

Die Route entlang der Schelde endet in Gent, wo der Fluss in die Leie mündet. Auch hier gibt es rund um die Altstadt verschiedene Parkhäuser sowie P+R-Parkplätze, auf denen du deinen Mietwagen abstellen kannst. Gent war jahrhundertelang (etwa zwischen den Jahren 1000 und 1500) eine der größten und reichsten Städte auf dem europäischen Festland. Dieser Reichtum spiegelt sich noch heute in der wunderschön restaurierten Altstadt wider, deren Perle die Burg Gravensteen aus dem 12. Jahrhundert ist. Die Audioführung erzählt auf unterhaltsame Weise von der Geschichte dieses imposanten Schlosses und seiner Bewohner. Vom Belfried aus hast du einen herrlichen Blick über die Stadt. Den größten Teil des Weges nach oben kannst du mit einem Aufzug zurücklegen.

Blick auf die Graslei von der Sint-Michielsbrücke in Gent aus.
Blick auf die Graslei von der Sint-Michielsbrücke in Gent aus. (Foto: https://pixabay.com/users/trixtammy-9810876/)

Südlich von Gent – zwischen Oudenaarde, Zottegem, Ronse und Geraardsbergen – liegt die wunderschöne Hügellandschaft der Flämischen Ardennen. Hügel wie der Kluisberg und der Knokteberg sind regelmäßig Teil der Strecke der Flandern-Rundfahrt.

Schloss von Poeke

Das Schloss von Poeke bei Aalter.
Das Schloss von Poeke bei Aalter. (Foto: https://unsplash.com/@pontebernardo)

Wenn du von Gent nach Brügge fährst, kommst du am Schloss von Poeke vorbei, direkt südlich von Aalter. Das Schloss selbst ist nicht zugänglich, aber im umliegenden Park stehen Bänke. Ein perfekter Ort für ein Picknick! Du kannst deinen Mietwagen auf einem kleinen Parkplatz neben dem Schloss abstellen.

Brügge

Häuser an der Groenerei in Brügge, Belgien.
Häuser an der Groenerei in Brügge, Belgien.

Brügge ist ein märchenhaftes Reiseziel und zweifellos eine der schönsten Städte Belgiens. Bei einer Bootsfahrt durch die Grachten oder einem Spaziergang durch die gepflasterten Gassen machst du ein Foto nach dem anderen von der faszinierenden mittelalterlichen Architektur. Brügge übt eine enorme Anziehungskraft aus, und besonders in den Sommermonaten wimmelt es in der Altstadt nur so von Touristen. Am besten besuchst du diese Stadt im frühen Frühling, im Spätherbst oder sogar im Winter (außer um die Weihnachtszeit herum, denn dann ist gerade wieder sehr viel los).

Die Kanäle (in Flandern „Reien“ genannt) sind alle wunderschön, aber der schönste ist wohl der Groenerei mit seinen romantischen Brückenchen. Der schöne Blick auf die Stadt vom Rozenhoedkaai aus ist sehr beliebt, ebenso wie der Aufstieg auf den Belfried am Marktplatz. Auf der Brücke über das Minnewater, im Süden der Stadt, küssen sich Paare, um ihre ewige Liebe zu besiegeln.

Gemütliche Terrassen im historischen Brügge.
Gemütliche Terrassen im historischen Brügge. (Foto: https://unsplash.com/@elijjah)

Das Groeningemuseum widmet sich der Geschichte der belgischen bildenden Kunst, und im Historium kannst du die Blütezeit der Stadt im 15. Jahrhundert hautnah erleben. Ist es dir in Brügge zu voll? Im Umland von Brügge findest du nostalgische Dörfer und beeindruckende Schlösser.

Naturpark Zwin

Von der Ringstraße R30 um Brügge fährst du mit einem Mietwagen in einer halben Stunde in eine ganz andere Welt: Naturpark Zwin. Dabei hat die Natur hier viel mit Brügge zu tun, denn das Zwin war einst der Meeresarm, der Brügge mit der Nordsee verband. Dieser Meeresarm ist versandet und ist heute nicht mehr als ein Kanal, der die Grenze zu den Niederlanden bildet. Das sumpfige Gebiet drumherum, das von Bächen durchzogen ist, ist ein beliebter Rastplatz für verschiedene Vogelarten, die sich von Saison zu Saison ändern. Es gibt Spaziergänge auf Holzstegen, und im Besucherzentrum lernen Kinder interaktiv etwas über das Verhalten von Zugvögeln.

Die Nordseeküste

An vielen Orten ist die belgische Nordseeküste voller Wohnanlagen, so wie hier in Middelkerke.
An vielen Orten ist die belgische Nordseeküste voller Wohnungen, wie hier in Middelkerke. (Foto: https://unsplash.com/@van_nerum)

Die belgische Nordseeküste weckt bei vielen gemischte Gefühle. Einerseits sorgt ein Tag am breiten Strand im Sommer für herrliche Abkühlung und Spaß, andererseits sind große Teile dieser Küste mit Apartmentkomplexen zugebaut. Das gilt unter anderem für Knokke-Heist, Blankenberge und Ostende. Im Sommer sind das lebhafte Badeorte mit gemütlichen Promenaden. Außerdem gibt es dort Spitzenrestaurants und, im Falle von Ostende, Casinos.

In Bredene findest du ruhige Strände an der belgischen Küste.
In Bredene findest du ruhige Strände an der belgischen Küste. (Foto: https://unsplash.com/@finnysz)

In Blankenberge solltest du dir das historische Fischerhäuschen „Majutte“ auf keinen Fall entgehen lassen. In Bredene liegen die Häuser nicht direkt am Strand, und in De Haan kannst du wunderschöne historische Villen im Stil der Belle Époque bewundern. Zwischen De Panne und der französischen Grenze erstreckt sich ein weitläufiges Dünengebiet, das Naturschutzgebiet De Westhoek.

Westhoek / Ypern

Die Tuchhallen und die St.-Martin-Kirche in Ypern im Südwesten Belgiens.
Die Tuchhallen und die St.-Martin-Kirche in Ypern im Südwesten Belgiens. (Foto: https://unsplash.com/@edelputte)

Die Region Westhoek umfasst ein größeres Gebiet, dessen wichtigste Stadt Ypern ist. Hier wurde im Ersten Weltkrieg heftig und langwierig zwischen britischen, belgischen und deutschen Truppen gekämpft, und in den Schützengräben gab es viele Opfer. Ypern wurde sogar fast vollständig zerstört, aber nach dem Krieg Stein für Stein wieder aufgebaut. Deshalb kannst du heute noch ein wunderschönes Denkmal wie die Lakenhallen bewundern. In diesem Gebäude ist das Museum „In Flanders Fields“ untergebracht, das die Schrecken an der damaligen Front fast greifbar macht. Das gilt umso mehr für das Museum Passchendaele in Zonnebeke, etwas außerhalb von Ypern, wo ein Schützengraben realistisch nachgebaut wurde. Nördlich von Diksmuide liegen in der Biegung des lieblichen Flüsschens IJzer die Überreste eines echten Schützengrabenkomplexes aus dem Ersten Weltkrieg, der den Spitznamen „Dodengang“ trägt…

Kortrijk

Broeltürme, Kortrijk, Belgien.
(Foto: https://unsplash.com/@arnoveroug)

In der flämischen Geschichte spielt Kortrijk eine wichtige Rolle, denn hier besiegte 1302 eine flämische Fußtruppe die französische Ritterarmee zu Pferd. An diese sogenannte „Schlacht der Goldenen Sporen“ wird noch heute jedes Jahr am flämischen Nationalfeiertag (11. Juli) erinnert. In der mittelalterlichen Liebfrauenkirche gibt es ein kostenloses Licht- und Tonspektakel über diese Schlacht. Die Kirche steht am Beginenhof, einem der vielen schönen Orte im historischen Zentrum von Kortrijk. Das Wahrzeichen der Stadt sind die beiden identischen Broel-Türme, Überreste der mittelalterlichen Stadtmauer. Die Türme stehen zu beiden Seiten der Broelbrücke, die zur sogenannten Buda-Insel in der Leie führt – dem pulsierenden Herzen der Kunstszene in Kortrijk. Tipp: Auf dieser Insel gibt es zwei Parkplätze und ein Parkhaus, wo du meist einen Platz für deinen Mietwagen findest.

Mons

Mons, Grand Place.
(Foto: https://unsplash.com/@alexmette)

Genau wie in vielen anderen belgischen Städten ist der Grote Markt der buchstäbliche Mittelpunkt von Mons, nur heißt er in dieser französischsprachigen Stadt „Grand Place“. An Sommertagen ist der Platz voller Terrassen, und Kinder haben viel Spaß dabei, sich vom Springbrunnen nass spritzen zu lassen.

Der schönste Weg, um zu den Gärten hinter dem barocken Glockenturm (auf Französisch: „Beffroi“) zu gelangen, ist über die Treppe in der Gasse „Ruelle César “. Das Mundaneum ist ein faszinierendes Museum in Mons. Es verfügt über ein riesiges Archiv, in dem das gesamte Wissen der Welt zu finden ist. Zumindest war das das Ziel, als das Archiv 1895 gegründet wurde. Eine Art Internet avant la lettre. Wenn du ein Bewunderer der Werke von Vincent van Gogh bist, wirst du das Haus besuchen wollen, in dem er über ein Jahr lang lebte. Es steht in einem Park im Südwesten der Stadt.

Lompret / Botte du Hainaut

Zwischen Mons und Namur liegt das nicht besonders attraktive Charleroi (das allerdings über einen praktischen Flughafen verfügt). Fahr daher mit deinem Mietwagen von Mons aus Richtung Süden, und du gelangst in eines der schönsten wallonischen Dörfer: Lompret. Das alte Dorf liegt am gewundenen Flüßchen Eau Blanche in einer herrlichen Umgebung. Es ist ein Zwischenstopp auf der touristischen Route durch die Region Botte du Hainaut. Diese führt auch an der Quelle der Oise vorbei, südlich der Stadt Chimay (bekannt für den gleichnamigen Käse). Es ist der einzige Fluss in Belgien, der nach Süden fließt.

Namur

Das wunderschöne Innere der Église Saint-Loup in Namur.
Das wunderschöne Innere der Église Saint-Loup in Namur.

Dort, wo die Sambre in die Maas mündet, thront die Zitadelle von Namur hoch auf einem Hügel. Sie ist ein guter Ausgangspunkt, um diese wunderschöne Stadt zu erkunden. Es gibt ein paar Parkplätze innerhalb der Festung, aber die Wahrscheinlichkeit, dass die alle belegt sind, ist groß. Geh einfach zu Fuß hinauf (die Zitadelle liegt mitten in einem grünen Stadtpark) oder nimm die Seilbahn vom anderen Ufer der Sambre. Kinder finden die unterirdischen Gänge der Festung total spannend.

Die Place d’Armes wird vom Belfried von Namur dominiert, dem einzigen Überrest der mittelalterlichen Stadtmauer. Wenn du alte Kirchen magst, solltest du unbedingt die Église Saint-Loup besuchen. Die Säulen in der Kirche bestehen aus verschiedenfarbigem Marmor, und die Skulpturen an der Decke aus elfenbeinweißem Sandstein sind etwas ganz Besonderes. Das Quartier des Carmes rund um die Rue des Croisiers ist ein lebhaftes Viertel mit einer Vielzahl lokaler Geschäfte, Cafés und Restaurants. Sehr witzig sind die 45 kleinen Männchen, die der spanische Künstler Isaac Cordal hier und da in der Stadt platziert hat. Es macht Spaß, mit Kindern auf die Suche nach ihnen zu gehen!

Dinant

Zitadelle von Dinant.
(Foto: https://unsplash.com/@thomasbormans)

Zwischen Namur und Dinant fährst du mit deinem Mietwagen entlang der sich schlängelnden Maas. Eine schöne Aktivität auf halber Strecke ist eine Fahrt mit dem Bahnrad auf der alten Bahnstrecke entlang des Flüsschens Molignée.

Auch Dinant wird von einer hoch gelegenen Zitadelle bewacht, die du mit der Seilbahn oder über eine lange, steile Treppe erreichst. Oder du fährst mit deinem Mietwagen hin, denn bei dieser Zitadelle gibt es reichlich Parkmöglichkeiten. In der Burg ist ein Museum mit antiken Waffen untergebracht. Das andere Bauwerk, das Dinant dominiert, ist die Stiftskirche Notre-Dame, die ein riesiges Buntglasfenster besitzt.

Der Erfinder des Saxophons, Alphonse Sax, wurde in dieser Stadt geboren, und das weiß man in Dinant auch zu schätzen. In seinem Haus wurde ein kleines Museum eingerichtet, und an verschiedenen Stellen stehen riesige, bunt bemalte Kunstwerke in Form eines Saxophons. Wenn du am rechten Ufer der Maas in Richtung Anseremme fährst, teilt sich die Straße am freistehenden Felsen Bayard in zwei Teile: Die Fahrspur nach Süden verläuft direkt am Fluss entlang, nach Norden fährst du zwischen zwei senkrechten Felswänden hindurch.

Das Château de Walzin kann man zwar nicht besichtigen, aber von außen bewundern.
Das Château de Walzin kann man zwar nicht besichtigen, aber von außen bewundern. (Foto: https://unsplash.com/@pontebernardo)

Etwa acht Kilometer südlich von Dinant liegt das wunderschöne Château de Walzin am Ufer des sich schlängelnden Flüsschens Lesse. Das Schloss kann man zwar nicht von innen besichtigen, aber die Umgebung ist ein herrlicher Ort für ein Picknick. Das Flüsschchen lädt auch zu Ausflügen mit dem Kanu oder Kajak ein. Etwas weiter östlich liegt das felsige Naturschutzgebiet Furfooz im Tal der Lesse. Von dort hast du herrliche Ausblicke auf den Fluss.

Ardennen

Ardennen, Belgien.
(Foto: https://pixabay.com/users/loicp90-16064073/)

In Dinant bist du bereits in den Ardennen, und diese Region hat so viel zu bieten, dass du hier deinen gesamten Belgien-Roadtrip verbringen kannst. Wir nennen dir im Folgenden nur einige Highlights. Die Ardennen mit ihren dichten Wäldern, plätschernden Flüssen und schroffen Felsen eignen sich hervorragend, um sie mit einem Mietwagen auf endlos vielen schönen Landstraßen zu erkunden. Hinter jeder Kurve entdeckst du wieder etwas Schönes, Unterhaltsames oder Interessantes. Neben den malerischen Städtchen und alten Burgen kannst du in den Ardennen jede Menge unternehmen: Wandern, Radfahren, Mountainbiken, Canyoning, Kajakfahren und Klettern. Oder du kommst einfach in der überwältigenden Natur richtig zur Ruhe.

Blick auf Frahan an der Semois.
Blick auf Frahan an der Semois. (Foto: https://unsplash.com/@lexerium)

Bouillon

Die schönste Art, mit deinem Mietwagen von Dinant nach Bouillon zu fahren, ist, kurz hinter Bièvre die Abzweigung nach Vresse-sur-Semois zu nehmen und dann dem Verlauf des sich schlängelnden Flüsschens Semois zu folgen. Eine Kurve bietet eine noch schönere Aussicht als die andere, und zum Glück wurde dafür gesorgt, dass entlang der Straße Parkplätze angelegt wurden, unter anderem am „Panorama de Frahan “ und am „Tombeau du Géant“.

Das Schloss von Bouillon in den belgischen Ardennen.
Das Schloss von Bouillon in den belgischen Ardennen. (Foto: https://unsplash.com/@generein)

In Bouillon ist das Highlight das Schloss aus dem frühen Mittelalter, das schon seit tausend Jahren auf eine Schleife der Semois blickt. Es ist eine beeindruckende Burg, und der Fackelzug durch die unterirdischen Gänge ist ein echtes Erlebnis.

Houffalize / La Vallée des Fées

Gleich nördlich von Bastogne liegt das schöne Dorf Houffalize am Ufer der Ourthe. Die Umgebung ist ein Paradies für Wanderer und Mountainbiker. So beginnt im Dorf Achouffe (bekannt für die Brauerei, in der das Bier „La Chouffe“ gebraut wird) ein sechs Kilometer langer Rundweg entlang von Bächen, durch Wälder und vorbei an lokalen Legenden über Feen, die dort angeblich leben sollen. Ob das wirklich stimmt, überlassen wir deiner Fantasie, aber wer hier tatsächlich lebt, sind Biber. Hier und da siehst du Biberdämme, manche meterbreit und sehr beeindruckend. Von der alten Wassermühle von Wilogne aus musst du ein ordentliches Stück bergauf steigen, quer durch den Bois de Martin Moulin. Du wirst mit einer tollen Aussicht über die Umgebung belohnt, bevor du wieder ins Tal hinabsteigst. Zieh dir gute Wanderschuhe an für diese Wanderung durch das Tal der Feen.

La Roche-en-Ardenne

Kanufahren oder Kajakfahren auf der Ourthe in den belgischen Ardennen.
Kanufahren oder Kajakfahren auf der Ourthe in den belgischen Ardennen.

Die N860 verläuft größtenteils entlang der Ourthe von Houffalize nach La Roche-en-Ardenne, das auch als „Perle der Ardennen“ bezeichnet wird. Weiche unterwegs kurz von der direkten Route ab und parke deinen Mietwagen am Aussichtspunkt Le Hérou. Es sieht so aus, als würden tief unter dir mehrere Flüsse rauschen, aber es ist nur einer: die Ourthe. Das kleine Hotel, das hier steht, heißt nicht umsonst „Les 5 Ourthes“. Du kannst an einer steilen Felswand entlang mithilfe von Ketten zum Fluss hinabsteigen.

La Roche ist ein Städtchen mit engen Gassen und gemütlichen Terrassen und liegt wunderschön in einer Biegung der Ourthe. Die Ruinen einer feudalen Burg thronen hoch über dem Städtchen, aber es ist vor allem die unglaubliche Schönheit der Natur, die La Roche so beliebt macht. Du kannst auf der Ourthe Kajak fahren, Wanderungen entlang des Flusses unternehmen oder steile Felswände erklimmen.

Durbuy / Höhlen von Hotton

Das Schloss von Durbuy.
Das Schloss von Durbuy. (Foto: https://pixabay.com/users/ben_kerckx-69781/)

Durbuy präsentiert sich gerne als „die kleinste Stadt der Welt“. Auch wenn diese Behauptung ziemlich umstritten ist, ist es doch ein sehr hübscher Ort mit gepflasterten Gassen und schmalen Gässchen. Die Umgebung ist bei Outdoor-Fans sehr beliebt. Du kannst natürlich auf der Ourthe Kanu oder Kajak fahren, aber auch Canyoning und Klettern sind sehr beliebt.

Die Höhlen von Hotton bei Durbuy.
Die Höhlen von Hotton bei Durbuy.

Eine Viertelstunde Fahrt südlich von Durbuy liegen die Grottes de Hotton. Dieses Höhlensystem ist zwar weniger bekannt als die Höhlen von Han, aber mindestens genauso schön. Es gibt reichlich Parkmöglichkeiten für deinen Mietwagen, und dann steigst du fast vierzig Meter unter die Erde hinab. Zieh dich warm an, denn in der Höhle ist es kühl.

Luxemburg

Wenn du genug Zeit hast, kannst du auch die Ardennen in Luxemburg erkunden. Die meisten belgischen Autovermieter haben kein Problem damit, wenn du die Grenze überquerst, aber du musst das bei der Buchung deines Mietwagens angeben.

Esch-sur-Sûre liegt eingebettet in einer Flussbiegung.
Esch-sur-Sûre liegt eingebettet in einer Flussbiegung.

Besuch das charmante Städtchen Esch-sur-Sûre, das am Fuße einer Burgruine liegt. Der Fluss ist hier aufgestaut, und auf dem Stausee kannst du schöne Ausflüge machen. Es ist dort ganz ruhig, denn Motorboote sind verboten. Vianden liegt wunderschön im Tal der Our, umgeben von dichten Wäldern und ganz in der Nähe der deutschen Grenze. Hoch über dem Städtchen thront wieder eine prächtige Burg. Sie war einst stark verfallen, wurde aber wunderschön restauriert.

Das Schloss von Clervaux im Norden Luxemburgs ist viel mehr als nur eine mittelalterliche Burg. Ein Teil ist als Museum eingerichtet, das an die Ardennenoffensive im Zweiten Weltkrieg erinnert. Ein anderer Teil beherbergt die weltberühmten Fotos aus den 1950er Jahren von „The Family of Man“.

Warum in Belgien ein Auto mieten?

Belgien hat einige der attraktivsten und historischsten Städte Europas zu bieten und dazu eine unglaublich schöne Natur, vor allem im Südosten des Landes. Wenn du in kurzer Zeit so viel wie möglich von Belgien sehen willst, ist ein Mietwagen die beste Option. So bist du am flexibelsten und kannst anhalten, wo und wann immer du willst. Wenn du nur die Ardennen besuchen möchtest, mietest du am besten ein Auto in Lüttich, Namur, Charleroi oder Arlon (im äußersten Südosten des Landes). Ganz sorgenfrei durch Belgien fahren? Dann miete ein Auto mit unserem „Rundum-sorglos“-Label, bei dem die Selbstbeteiligung bereits abgedeckt ist.

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